Es gibt Neues aus dem Duke Lemur Center in North Carolina/USA. In diesen Tagen wurde eins von zwei neuen Gebäuden fertig, in denen 60 Lemuren leben werden. Der Umzug geht übrigens ganz einfach, wenn die Tiere gut trainiert sind: Sie steigen dann freiwillig in ihre Transportboxen. :-)
Das neue Gebäude hat mehrere Millionen Dollar gekostet und wurde zehn Jahre lang geplant. Die Lemuren können selbst entscheiden, wann sie hinausgehen - im Freien haben sie viel Platz. Zusätzlich gibt es einen beheizten kleineren Außenbereich und natürlich kuschelige Innengehege, die im Sommer wiederum durch Klimaanlagen heruntergekühlt werden können.
Die neuen Gebäude sind aber nicht nur luxuriös ausgestattet, sie sind auch sehr energieeffizient. Möglichst viel Tageslicht ersetzt künstliches Licht, der Wasserverbrauch wird gemindert, mehr als 20 Prozent des Baumaterials sind Recycling-Material und mindestens 70 Prozent der Bauabfälle werden ebenfalls recycelt.
Die letzte Woche haben wir in einem Ferienpark in der niederländischen Provinz Limburg verbracht, gleich hinter der Grenze. Dort wohnten wir im Landal Greenpark De Lommerbergen bei Reuver. Das liegt ungefähr zwischen Roermond und Venlo.
Der Park liegt komplett in einem herrlichen Wald, verfügt über jede Menge Restaurants, ein Schwimmbad, viele schöne Kinderspielplätze und einen Kinderbauernhof mit Streicheltieren.
Ich mochte aber die Wildtiere lieber und kaufte sofort eine Packung Vogelfutter. Kaum hingen die Meisenknödel, Futterringe und Erdnusssäckchen, schon machte sich die hungrige Meute darüber her - kein Wunder in diesem schneereichen Winter. Vier Meisenarten waren vertreten: Haubenmeisen, Blaumeisen, Kohlmeisen und Schwanzmeisen - letztere kamen immer in großen Gruppen an und schafften es, sich zu fünft an einen Futterring zu hängen. Buchfinken und Rotkehlchen suchten den Boden unter dem Futter ab und gelegentlich schaute auch ein Eichhörnchen vorbei! :-)
Das Wetter war nicht optimal zum fotografieren und in den hellen Mittagsstunden waren wir meistens unterwegs, daher hier erstmal nur eine kleine Haubenmeise am Futter. Wenn Ihr auf das Bild klickt, sehr Ihr eine Animation:
Hier präsentiere ich Euch einen Clip über Sandkatzen im Zoo von Cincinnati. Der Pfleger erzählt, dass es 37 Arten von Wildkatzen in der Welt gibt und dass sie in Cincinnati auf die kleineren Arten spezialisiert sind. Die im Video vorgestellten Katzen sind Sandkatzen, die in den Wüstenregionen in Nordafrika leben. Das Team des Zoos arbeitet auch dort, vor Ort, um für den Erhalt dieser Tiere zu sorgen.
Sandkatzen sind für das Leben in der Wüste geschaffen, z. B. haben sie Fell unter den Pfoten, um besser auf dem heißen Sand laufen zu können.
Wenn Ihr auf den Youtube-Link klickt, kommt ihr zu weiteren Videos des Cincinnatti Zoos, z. B. mit einer Pinguinparade, Gepardenjungen, Erdmännchen, einem Binturong und Eisbären.
Ich könnte mich jeden Tag stundenlang irgendwo hinstellen, wo ab und zu ein nettes Vögelchen vorbeikommt und Fotos machen… Ich vergesse die Welt um mich herum, wenn ich sie beobachte. Es sind so perfekte kleine Geschöpfe und sie strahlen etwas ganz anderes aus als Menschen!
Hier nutzt eine kleine Blaumeise eine der vielen Futtermöglichkeiten im Botanischen Garten der Flora.
Unser Madagaskar-Haus ist einfach zu klein. Der Zoo tut, was er kann - es werden ja schon viel weniger Lemuren gehalten als früher und die Gehege wurden zusammengelegt. Trotzdem ist es zu klein - gerade die Roten Varis und die Gürtelvaris können ja wahnsinnig schnell springen, klettern und laufen und tun das auch, wenn sie Platz haben. Sie tun es sogar, wenn sie keinen Platz haben. Zwischendurch herrscht ein wildes Hin- und Herspringen, rauf und runter und wenn denn mal die Türchen in das winzige Außengehege aufgehen, dann springen sie auch schnell hinaus.
Nach dem Austoben oder Fressen kehrt dann wieder Ruhe ein.
Otter sind immer hungrig - im Zoo wahrscheinlich ganz besonders, denn die Tiere sind sehr verspielt und geschäftig und haben in ihren Gehegen wohl einfach nicht genug zu tun. Klar freut man sich dann auf jede Abwechslung und dazu gehört besonders, wenn es was leckeres zu essen gibt. Das kennt man ja auch selbst von Krankenhausaufenthalten, nicht wahr? ;-)
Mein Lebensgefährte Sal musste das in der Normandie im Zoo von Jurques erleben, wo asiatische Zwergotter in ein herzerweichendes Geschrei ausbrachen, sobald sich ein Mensch näherte. Nicht umsonst waren am Otter-Gehege besonders eindringliche Warnungen angebracht, Tiere niemals zu füttern.
Unsere Otter betteln die Besucher nicht an, aber sie sind doch sehr aufgeregt, wenn die Abendbrotzeit naht - das freut die Besucher wiederum!
Auch bei uns in Köln halten wir die schnellsten Tiere der Welt, Geparde. Bei uns wandern sie allerdings nur majestätisch durch ihr Gehege, warum sollten sie auch grundlos herumrennen wie blöde? Wenn sie aber jagen, können sie für etwa 400 Meter eine Geschwindigkeit von 112 km/h erreichen!
Was ich auch nicht wusste, ist, dass man ihnen - obwohl sie natürlich zu den Katzen gehören - einige für für Canide typischen Merkmale zuspricht, z. B. die an einen Windhund erinnernde Körperform (naja!) und das Jagdverhalten. Geparde pirschen sich möglichst nah an die Beute an und versuchen sie dann mit dieser irrwitzigen Geschwindigkeit zu erreichen. 50 bis 70 % der Jagden sind mit dieser Methode erfolgreich, damit haben die Geparde die höchste Erfolgsquote bei den einzeln jagenden Raubtieren.
Übrigens gibt es Geparde in Afrika und Asien. In Asien allerdings nur noch wenige Tiere (60 bis 100 werden geschätzt) im Iran. Unsere Kölner Geparde sind Acinonyx jubatus aus dem südlichen Afrika. Ob sie dort auch mal Schnee erleben, weiß ich nicht - in Südafrika muss man in höheren Lagen durchaus auch damit rechnen.