Archiv für April 2009

Das Jungtier der Roten Varishttp://zoo.blog-haus.net/wp-content/uploads/2009/04/vari-baby-dsc02718.jpg 393w" sizes="(max-width: 262px) 100vw, 262px" />

Das Jungtier der Roten Varis

Gestern abend ging ich nochmal für ein Stündchen in den Zoo und besuchte dort als erstes das Madagaskar-Haus. Die letzten Male hatte ich nicht viel von dem Jungtier der Roten Varis mitbekommen. Kein Wunder, sie sind auch eher dämmerungs- und nachtaktiv. Diesmal hatte ich Glück: Der Mini-Vari turnte fröhlich an den Kletterseilen herum, immer herauf und wieder runter. Einmal wurde es der Mama zu viel, sie schnappte ihn (mit der Schnauze) und schleppte ihn ins Schlaf-Häuschen. Das gab mir die Gelegenheit, auch die anderen Lemuren anzusehen. Als ich von meiner Runde zurückkam, war der kleine Rote Vari schon wieder unterwegs. Leider war es zu dunkel, um vernünftige Fotos zu machen. Auf dem Bild sieht man allerdings gut, wie enorm er (oder sie!) schon gewachsen ist. Abgesehen vom noch etwas dünn behaarten Schwanz und dem sehr kindlichen Gesichtsausdruck sieht er schon aus wie ein Großer!

In der Jungenaufzucht unterscheiden sich Rote Varis übrigens von anderen Lemuren. Normalerweise klammern sich die Kinder am Körper der Mutter fest und werden herumgetragen. Rote Varis bauen aus Zweigen, Blättern und ausgezupftem Fell Nester, in denen die Kleinen aufgezogen werden, bis sie etwa sieben Wochen alt sind. Andere Lemuren bringen normalerweise nur ein Baby oder Zwillinge zur Welt – anders könnten sie die Jungen ja auch nicht mit herumschleppen. Rote Varis können dagegen bis zu sechs Babys bekommen; meistens sind es zwei bis drei. Unsere Kölner Vari-Dame ist da also eher untypisch mit ihrem Einzelkind.

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Baustelle für das Hippodom zwischen Madagaskar-Haus und Restauranthttp://zoo.blog-haus.net/wp-content/uploads/2009/04/baustellen-dsc02135.jpg 525w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />

Baustelle für das Hippodom zwischen Madagaskar-Haus und Restaurant

Am letzten Donnerstag, dem 23. April 2009, fand die Grundsteinlegung für das Hippodom statt. Das Hippodom (nicht HippodRom!) wird das neue Zuhause für die Nilpferde, aber auch für Krokodile, Sitatungaantilopen (die bisher etwas versteckt stehen) und einige neue Tiere, z. B. sollen Rüsselspringer angeschafft werden. Der Bau wird aus viel Glas bestehen, 50 mal 60 Meter groß sein und den Besuchern ermöglichen, Krokodilen und Nilpferden beim schwimmen zuzusehen. Eine 750 Quadratmeter große Außenanlage ergänzt das Gebäude.

Noch im letzten Jahr war die Finanzierung nicht klar, aber nachdem u. a. das Energieversorgungsunternehmen RheinEnergie mit 1,5 Millionen Euro einsprang, konnte der Bau vor einigen Monaten begonnen werden.

RheinEnergie spendiert dabei auch einen Lehrpfad, in dem Zoobesucher sich über die Wasseraufbereitung und andere Details der Versorgung informieren können. Aber es geht dort nicht nur um den Zoo, sonder auch um allgemeine Informationen zu den Themen Wasserkraft, Weltenergieverbrauch oder Erzeugung von Strom aus Sonnenlicht.  Für das Hippodom wurde ein Konzept entwickelt, in dem das Wasser so gefiltert wird, dass es nur noch etwa zehn Mal pro Jahr ausgetauscht werden muss. Auch die Beheizung wird durch Fernwärme vom Kölner Energieversorger übernommen.

Direktor Theo Pagel, sein Vorstandskollege Christopher Landsberg, Projektleiter Wolf Brass, Aufsichtsrats-Chef Walter Grau, Fördervereinsvorsitzender Klaus Josef Maus, RheinEnergie-Vorstand Dieter Hassel und  Oberbürgermeister Fritz Schramma legten am Donnerstag den Grundstein für das Hippodom.

Wenn alles klappt – und gute Wünsche dafür wurden von allen Anwesenden geäußert – wird das Hippodom im Frühsommer 2010 fertig. In diesem Jahr feiert der Kölner Zoo dann sein 150jähriges Jubiläum.

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Wer sich ein bisschen mit seinen Kindern beschäftigen mag, muss sich keine Sorgen machen, dass sie sich im Zoo langweilen. Zwar haben wir in Köln nicht mehrere phantastische Spielplätze, aber man bemüht sich – erfolgreich – Kindern, ihrer Entdeckungslust und ihrem Bewegungsdrang entgegenzukommen.

Wie in fast allen Zoos kann am Eingang für etwas ältere Kinder Material für eine Zoo-Rallye abgeholt werden. Schon spezieller ist die Möglichkeit, für 5 EUR einen Bollerwagen auszuleihen, in dem Kinder, Jacken, Picknickzeug, Kameras usw. transportiert werden können.

Überall im Gelände verteilt sind kleine Stationen, in denen Kinder sich mit den Zoo-Tieren vergleichen können.

Das sind nicht alle Stationen dieser Art – man kann auch eine Elefantentransportkiste bewundern, schauen, wie groß eine Giraffe bei der Geburt ist, eine Münze prägen lassen, über schicke Rollspardosen Geld für diverse Zwecke spenden und noch einiges mehr.

Seit April sind die Kiosks und Eiswagen wieder geöffnet, so dass überall Würstchen, Brezeln, Eis und Getränke gekauft werden können. Im Restaurant am Haupteingang und dem Imbiss bei den Seelöwen gibts auch Pommes und andere Snacks. Wer etwas gesündere Kost bevorzugt, sollte sich etwas von zu Hause mitbringen – überall findet Ihr Bänke und Biergartengarnituren, wo man ein Picknick machen kann.

Leider verkauft der Zoo nur noch Eintrittskarten für das Aquarium (mit Terrarium und Insektarium) und den Zoo gemeinsam. Das ist mit kleineren Kindern kaum zu schaffen. Ich rate Kölnern dringend, eine Jahreskarte zu kaufen. Dann kann man mal für eine Stunde oder zwei in den Zoo gehen und ggf. nur auf dem Spielplatz toben, oder nur das Lieblingstier besuchen oder einen Regennachmittag im Aquarium verbringen, statt generalstabsmäßig einen ganzen Tag verplanen zu müssen und sich wohlmöglich nachher zu ärgern, dass man doch etwas wichtiges nicht mehr geschafft hat.

Viel Spaß im Zoo! :-)

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Der Sclaters Maki oder Blauaugenmaki hat noch einen dritten Namen, nämlich Türkisaugenmaki. Wer mein Bild anschaut, weiß warum!

Interessant an diesem Lemur ist, dass das Männchen ganz anders gefärbt ist, als das Weibchen. Er ist pechschwarz und sie hat eine hellbraune Färbung. Beide sehen, wie ich finde, besonders hübsch mit ihren tollen blauen Augen aus.

Die unterschiedliche Färbung bei Männchen und Weibchen nennt man übrigens Geschlechtsdichromatismus; ein Phänomen, das bei den Lemuren oft zu finden ist, nämlich bei allen großen Makis. Zu dieser Gattung gehört auch der Sclaters Maki, ebenso wie Rotbauchmakis (bei denen Kinder und Weibchen einen wunderschönen weißen Bauch haben!),  Mongozmakis oder  Weißkopfmakis.

Der Kölner Zoo hat mit den Zoos von Saarbrücken und Mulhouse sowie der Universität Strasbourg ein Konsortium (AEECL) gegründet, das sich dem Schutz der Sclaters Makis widmet.  Das Forschungszentrum befindet sich im Sahamalaza – Iles Radama Nationalpark in Madagaskar. Neben den Sclaters Makis werden auch andere Lemurenarten geschützt, beobachtet und erforscht.

In diesem Jahr geht es dort speziell um die Beschreibung des Lebensraum der Blauaugenlemuren, die Schätzung ihres Bestandes und die soziale Entwicklung der Jungtiere bzw. das Verhalten der Mütter.

Mehr nachzulesen: http://www.aeecl.org

Die AEECL-Zoos koordinieren die Zuchtprogramme von gefährdeten Arten für die Sclaters Makis, Rotbauchmakis und Kronenmakis.

Wer mehr über Sclaters Makis nachlesen möchte, findet hier Lesestoff und Fotos:
http://de.wikipedia.org/wiki/Blauaugenmaki
(das untere Bild zeigt übrigens unseren Maki-Mann aus Köln)
http://www.zoo-koeln.de/index.php?id=1478
Sclater's Maki (weibl.) / Blauaugenmaki / Blue-eyed Black Lemur (female) (Eulemur macaco flavifrons)
(da sind auch andere Lemuren dabei)
http://wapedia.mobi/de/Gro%C3%9Fe_Makis
(hier geht es generell um die Gattung der großen Makis)

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Den Kragenbär habe ich lieb. Warum? Ich habe noch nie gesehen, dass er eine hektische Bewegung macht. Kennengelernt habe ich ihn in der ersten Frühlingssonne; da lag er auf dem Rücken und ließ sich den Bauch bescheinen. Mir wurde unheimlich wohlig müde, als ich ihn so sah und ich hätte mir gut vorstellen können, auch so dazuliegen. Bei meinem zweiten Zoobesuch lag er wieder ganz ähnlich, diesmal den Kopf auf einen Baumstamm gebettet. Irgendwann später habe ich ihn dann auch mal in Bewegung kennengelernt. Er ist sehr sehr langsam (wohl auch schon älter und geprägt vom langweiligen Zooleben).

Aber nun, im richtigen Frühling wird er wach. Und geht schwimmen. Und wie alles, was er tut, dauert das lange. :-)

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Der Giraffen-Bulle hatte Appetit auf frisches Grünhttp://zoo.blog-haus.net/wp-content/uploads/2009/04/giraffe-650x516.jpg 650w, http://zoo.blog-haus.net/wp-content/uploads/2009/04/giraffe.jpg 700w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" />

Der Giraffen-Bulle hatte Appetit auf frisches Grün

Das ist der Giraffenbulle aus dem Zoo in Köln. Er hatte mal Appetit auf was anderes, kletterte dazu in de Graben seines Geheges und war somit in der Lage, das Beet-Gebüsch abzuweiden. Dass es stachelig ist, störte ihn nicht, das kennen seine Vorfahren aus der Savanne, wo die Giraffe zu den wenigen Tieren gehört, die die stacheligen Akazien abweiden können.

Das schwarze vorne am Maul der Giraffe ist übrigens nicht die Unterlippe sondern die Zunge, die geschickt um das abzuweidende Futter geschlungen wird. Dann wird die Zunge zurück über den Ast gezogen und im Maul landen nur die Blätter und zarte Zweigspitzen. :-)

Zur Familie der Giraffen gehört noch das Okapi, das als Waldgiraffe bekannt ist. Es ist kleiner, dunkler und hat einen deutlich kürzeren Hals. Wir haben auch welche in Köln, aber die sind recht scheu und nicht so gut zu fotografieren. Ich liefere Bilder nach. Vorerst müsst Ihr in der Wikipedia nachgucken:
http://de.wikipedia.org/wiki/Okapi

Zurück zur „normalen“ Giraffe, die auch Steppengiraffe genannt wird. Sie ist das höchste Tier auf dem Land: Schon bei der Geburt ist sie etwa 1,80 Meter groß. Bullen werden bis zu 6 Meter hoch und wiegen bis zu 1900 Kilogramm, die Schulterhöhe beträgt zwischen 2 und 3,5 Meter. Giraffenkühe sind etwas kleiner und zierlicher.

Bei uns im Zoo (so wie in vielen anderen) leben Netzgiraffen (Giraffa camelopardalis reticulata). Es gibt noch einige andere Unterarten:  Angola-Giraffe (Giraffa camelopardalis angolensis), Kordofan-Giraffe (Giraffa camelopardalis antiquorum), Nubische Giraffe (Giraffa camelopardalis camelopardalis), Kapgiraffe (Giraffa camelopardalis giraffa), Rhodesien-Giraffe (Giraffa camelopardalis infumata), Nigeria-, Tschad- oder Westafrikanische Giraffe (Giraffa camelopardalis peralta), Rothschild-, Baringo- oder Uganda-Giraffe (Giraffa camelopardalis rothschildi), Thornicroft-Giraffe (Giraffa camelopardalis thornicrofti) und die Massai- oder Weinblattgiraffe (Giraffa camelopardalis tippelskirchi).

Hier noch ein paar Fakten:
– Giraffen haben, so wie die meisten Säugetiere, nur 7 Halswirbel
– auf kurzer Strecke können sie bis zu 55 Stundenkilometer erreichen
– Giraffen verständigen sich in einem für Menschen nicht hörbaren Schallbereich mit Frequenzen unter 20 Hertz, dem so genannten Infraschallbereich

Links:
http://de.wikipedia.org/wiki/Giraffe
http://www.das-tierlexikon.de/giraffe-482-pictures.htm

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Hier eine kleine Bilderserie über unseren bekanntesten Elefanten-Nachwuchs Marlar. Elefantenkinder sind auch nicht anders als andere Kinder. Sie plantschen im Wasser, schubsen ihre Freunde herum und klettern wie die Äffchen. Naja… fast!

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Die Bilder sprechen für sich selbst :-)

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