Heute morgen sprang im Berliner Zoo eine wohl geistig verwirrte 32jährige Frau ins Wasser zu den Eisbären. Einige der rund 50 Zuschauer, die auf die Fütterung warteten, riefen um Hilfe. Mehrere Tierpfleger lenkten die Bären ab und hielten sie mit Stangen von der Frau fern, während sie Rettungsversuche unternahmen. Die Berlinerin konnte gerettet werden, hatte aber vom Angriff eines Eisbären einige Bisswunden an Armen und Beinen. Es besteht keine Lebensgefahr.

Mehr dazu in der Berliner Morgenpost:
http://www.morgenpost.de/berlin/article1071344

In Köln haben wir seit vielen Jahren keine Eisbären mehr, daher illustriere ich den Artikel mit einem Grizzly

In Köln haben wir seit vielen Jahren keine Eisbären mehr, daher illustriere ich den Artikel mit einem Grizzly

Dort wird auch erwähnt, dass ein Mann im letzten Dezember den berühmten Eisbären Knut in seiner Anlage besuchen wollte. Dem Mann ist nichts passiert, scheinbar konnte der Pfleger den Bären rechtzeitig in einen anderen Bereich des Geheges sperren.

Was mich sehr bei der Berichterstattung wundert, ist, dass mehrmals betont wird, dass Knut nicht der angreifende Bär war. Befürchtet man, dass das Interesse an dem Publikumsliebling nachlässt, wenn er sich ganz normal eisbärig verhält?

In anderen Blogs habe ich gelesen, dass die Gehege von Knut und Flocke in ihren jeweiligen Zoos immer sehr gut besucht sind, während bei den anderen Eisbären viel weniger los ist. Das wundert mich wirklich. Klar, dass man Eisbärenbabies besonders gerne anschaut, die sind ja – ebenso wie alle anderen Bärenjungen – sehr niedlich. Aber jetzt, wo die zwei erwachsen sind?! Menschen sind doch sehr merkwürdig, auch wenn sie nicht geistig verwirrt sind…

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4 Antworten zu “Berlinerin wollte mit den Eisbären schwimmen”
  1. manche leute dürften eigentlich gar nicht frei rumlaufen… ein menschen-zoo wäre mal ne alternative! – wie jetzt, gegen die menschenwürde? – in berlin hat einer der eisbären ganz offenbar deprivationssyndrome (er schwingt permanent mit dem kopf hin und her)… und den guckt man sich ja auch trotzdem an. was ist mit der bärenwürde?!

    ich verstehe sowieso nicht, warum nur knut in den genuss einer einzelhaltung kommt. bären _sind_ einzelgänger! in freiheit sind nur mütter mit ihren kindern zusammen, selbst weibchen ohne nachwuchs leben und jagen allein.

    und was den lieben knut betrifft: welch katastrophe wäre es, wenn er das image des lieben, kuschligen eisbären verlöre… wah!

  2. Genau, was wäre passiet wenn die Frau Knut besucht hätte, und er begonnen hätte sie zu attakieren? Da hätte die Presse wieder was zu schreiben, das würde sich sicherlich Wochen in den Medien halten…

  3. Petra Schulten sagt:

    Genau. So gesehen ist es gut, dass es ein anderer Eisbär war, sonst bekämen wir wochenlang nichts anderes zu lesen. ;-)

    Ich habe übrigens mittlerweile ein Filmchen der Rettung im Fernsehen gesehen (hat wohl jemand die Videokamera draufgehalten). Die Frau hatte wirklich Glück: Der Bär, der sie gebissen hat wirkte eher spielerisch. Eisbären kriegen ja auch zur Beschäftigung alles mögliche ins Wasser geworfen. Wären die Bären wirklich gereizt und somit verärgert gewesen, wäre von der Schwimmerin nicht viel übrig geblieben.

  4. Das denke ich auch, doch auch im Spiel werden bei Bären ja gewaltige Kräfte freigsetzt, siehe nur junge Braunbären.

  5.  
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