Archiv für April 2009

Es gibt einige Tiere im Zoo, die man nicht so oft sieht. Größtenteils handelt es sich dabei um nachtaktive Tiere. Manche sind aber auch kathemeral, d. h. sie sind ein paar Stunden wach, schlafen dann wieder einige Stunden, sind wieder wach usw. Ihnen ist es also egal, ob Tag oder Nacht ist. Dazu gehören z. B. viele Wieselartige aber auch die Rotbauchmakis.

Ringelschwanzmungo

Ringelschwanzmungo

Seit ich meine Jahreskarte habe (Ende März gekauft), war ich nun schon fast zehn Mal im Zoo. Dabei habe ich erst zweimal die Ringelschwanzmungos gesehen. Sie wohnen im Giraffenhaus mit Außengehege zum Madagaskar-Haus hin. Das passt auch, denn sie stammen ebenso wie die Lemuren aus Madagaskar.

Sie werden bis zu einem Kilo schwer und sind kleine Raubtiere. Außer Beutetieren (kleine Säuger, Amphibien, Insekten, Fischen) fressen sie auch Eier und Obst. Sie leben in kleinen Familienverbänden.

Der Kölner Zoo schreibt über seine Bewohner, dass sie zu den Mangusten gehören, ebenso ebenso wie die Indischen Mungos (die sogar Skorpione und giftige Schlangen erlegen) und die Erdmännchen. Laut Wikipedia betrachtet man  sie aber mittlerweile als eine Unterfamilie der Madagassischen Raubtiere (Eupleridae), die wiederum nahe Verwandte der Mangusten sind.

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Blogger Crosa von Facing my life hat einen kurzen Artikel über seinen Besuch im Kölner Zoo geschrieben und dabei unfassbar tolle Bilder von verschiedenen Lemuren gemacht – das ist echt schwierig, weil sie hinter Glas wohnen. Erwischt hat er dabei Gürtelvaris und Sclaters Makis (sowohl das schwarze Männchen als auch das cognac-farbene Weibchen). Außerdem hat er noch eine der Pflanzen, nämlich eine fleischfressende Kannenpflanze (glaube ich) fotografiert. Das Madagaskar-Haus mag ich auch gern, ich schreibe demnächst mal einen längeren Artikel darüber.

Hier der Artikel: http://www.facing-my-life.de/2009/04/08/die-naechste-station/

EDIT vom 09.04.09:

Mittlerweile ist im Blog auch Teil 2 des Zoobesuchs veröffentlicht worden, aber ich möchte meinen Lesern lieber alle Fotos bei Flickr ans Herz legen – da haben sich einige Tiere für Crosa ganz besonders ins Zeug gelegt, z. B. die Elefanten, mehr verrate ich hier nicht:

http://www.flickr.com/photos/facing-my-life/sets/72157616479202410/show/

Ich werde in den nächsten Tagen sicher noch einige Ordner bei Crosa als Diashows genießen – wow!

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Der Zoologe und Verhaltensforscher Frans de Waal vergleicht in diesem Buch Menschen und Menschenaffen. Da wir alle von einem gemeinsamen Vorfahren abstammen, lässt die Entwicklung “unserer Vettern” Schlüsse auf unsere eigene Vergangenheit zu.

Bonobo-Mann aus dem Zoo in Köln

Bonobo-Mann aus dem Zoo in Köln

De Waal bezieht sich dabei primär auf sein Spezialgebiet:  Schimpansen und  Bonobos. Schimpansen sind wohl jedem bekannt; Bonobos allerdings wurden erst im letzten Jahrhundert entdeckt. Die Forschung ist daher – und weil Bonobos in freier Natur so schwer zu beobachten sind – noch nicht sehr weit. Weil der Bonobo-Bestand nur noch so gering ist, arbeiten viele Zoos an der Erhaltung mit. Außerdem ist der deutlich friedlichere Bonobo leichter zu halten, nicht zuletzt weil Schimpansen recht fremdenfeindlich sind und neue Mitbewohner in der Gruppe kaum dulden. In Zoos ist man aber darauf angewiesen, kleinere Gruppen zu halten und einzelne Mitglieder von Zoo zu Zoo immer wieder auszutauschen, um Inzucht zu vermeiden.

Auch in Köln lebt übrigens eine Bonobo-Gruppe im Menschenaffenhaus des Zoos. Die beiden vierjährigen Bonobo-Mädchen Besede und Bashira erfreuen sich bei den Besuchern besonderer Beliebtheit.

Zurück zum Buch: Sind Menschen (oder Bonobos oder Schimpansen?) von Natur aus Krieger? Sind sie sozial? Ist Freundlichkeit und Mitgefühl angeboren oder erlernt? Wie steht es mit der Moral – ist sie ein aufgezwungenes Konstrukt und haben Tiere eine Moral?

Dieses Buch schafft somit zwei Dinge: Es bringt uns unsere nahen Verwandten, die Schimpansen und Bonobos näher, mit vielen vielen Beispielen aus de Waals langjähriger Arbeit in Zoos und freier Wildbahn. Als Beispiele zieht de Waal aber auch andere Affen und Menschenaffen heran.

Frans de Waal bei amazon.de

Vor allem aber hilft es, uns Menschen zu verstehen. Zwar ist Frans de Waal nur ein Wissenschaftler, mit einer Meinung unter vielen. Mir erscheint seine Argumentation aber sehr schlüssig: Wenn sich ein gewisses Verhalten sowohl bei Gorillas, die sich früher als der Mensch von der gemeinsamen Vorfahrenlinie abgespalten haben, zeigt, als auch bei Bonobos und Schimpansen, die sich erst nach uns als zwei Arten ihrer Gattung entwickelt haben, dann liegt es nahe, dass dieses Verhalten auch mit uns etwas zu tun hat.

Wohltuend ist dabei, dass de Waal scheinbar optimistischer ist als ich und die Seiten des Menschen, die ich als fast ausschließlich negativ bewerte, durchaus positiv sieht.

Zu jedem Thema lässt de Waal auch Theorien vieler Psychologen, Philosophen, Soziologen und anderer Wissenschaftler Revue passieren. Ich finde, es ist eine rundum gelungene Betrachtung über den Menschen sowie seine nahen Verwandten und kann es nur empfehlen.

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Jahr des Gorillas - Zoo Köln

Jahr des Gorillas - Zoo Köln

In diesem Jahr prangt nicht nur ein großes Plakat mit zwei Gorillaköpfen am Zoo-Eingang in Köln, es finden auch etliche Veranstaltungen zum Thema statt. Weil die Informationen auf der Zoo-Website so verstreut sind, liste ich sie hier nochmal alle zusammen auf:

11. April 2009
Heute findet um 14 Uhr eine Tour zu unseren Gorillas statt mit vielen Hintergrundinformationen zu den “sanften Riesen” und anderen Tieren aus dem Lebensraum. Höhepunkt ist ein Gespräch mit dem Tierpfleger. Kosten 5€ plus Zooeintritt
Anmeldung erforderlich

26. April 2009
Tag des Gorillas
Mit vielen Aktionen und Informationen rund um die Gorillas und ihre Verwandten. Mit Tierpflegersprechstunden.

14. Mai 2009
Gorilla & Co. – Lehrerfortbildung zum Jahr des Gorillas
Schulform: Grundschule, Förderschule, Hauptschule
Ort: Kölner Zoo
Termin: Do., 14 Uhr
Moderatoren: Georg Hastenrath, Lothar Philips
Mehr Info: http://www.zoo-koeln.de/index.php?id=1768

22. Mai 2009, Freitag 19.30 Uhr
Save the gorillas to save the world!
Ian Redmond, Ambassador Year of the Gorilla
Vortrag in englisch

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Anders als die Löwen trifft man den Tiger öfter mal wach an. Er tut mir immer leid, wie einsam er da in seinem Gehege lebt und er sieht wirklich sehr gelangweilt aus. Oft wandert er am hinteren Rand seines Geländes hin und her. In der Natur lebt er zwar auch einzelgängerisch, aber da hat er wenigstens was zu tun. Die Pfleger geben sich ja Mühe, die Tiere zu beschäftigen, aber ich finde, beim Tiger merkt man besonders, dass sie auch mal an ihre Grenzen stoßen.

Vorgestern nahm er zu meiner Begeisterung ein Bad. Auch dabei sah er gelangweilt aus, aber ich habe trotzdem die Kamera draufgehalten. ;-)

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Eingangsbereich des Kölner Zoos

Eingangsbereich des Kölner Zoos

Frühling ist eine tolle Zeit im Zoo. Nicht nur werden viele Tiere jetzt geboren, nein, die Gärtner haben ganze Arbeit geleistet und überall blüht es. Ich habe bestimmt 15 verschiedene Narzissen gesehen: weiße und gelbe, große und kleine, gefüllte und einfache und alle möglichen Kombinationen daraus. Wer glaubt, es gäbe nur eine Magnolie irrt. Es gibt sie in weiß, rosa, süß riechend und eher neutral. Viele der Pflanzen tragen Namensschildchen, damit man sich weiterbilden kann.

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Als ich letzte Woche zu den Lemuren, meinen Lieblingen, wollte, war das Madagaskar-Haus geschlossen – wegen Geburt! Ich schlich um das Haus und schaute allen Varis und anderen Lemuren zu, die draußen herumturnten, bis ich einen Pfleger erwischte, den ich befragen konnte. Bei den Roten Varis hatte es Nachwuchs gegeben, sagte er mir.

Baby des Roten Varis im Kölner Zoo

Baby des Roten Varis im Kölner Zoo

Also war ich gespannt auf den Moment, wenn das gemeine Volk auch den Mini-Vari bewundern durfte. Am Dienstag war ich dann im Haus, konnte aber nichts verdächtiges entdecken. Gestern dagegen war es endlich so weit. Die Vari-Mama war gleich im Käfig rechts neben dem Eingang untergebracht und ihr Nachwuchs saß neben ihr und guckte mit seinen runden bläulichen Augen die Besucher an.

So richtig hübsch ist das Kleine nicht und ich hätte auch nicht erkannt, was es mal werden soll! Auf jeden Fall hampelt es schon ganz schön herum und drohte einmal auch von seinem Brett zu fallen: Es hielt sich nur noch mit den Vorderfüßchen fest und strampelte entsetzlich mit den Hinterbeinen. Die Mama ließ es ein paar Sekunden zappeln, dann schnappte sie es erst mit ihren Händen, nahm es dann ganz in die Schnauze und setzte es ganz sicher hinten an die Wand. Zur Sicherheit schlang sie noch den Schwanz um ihr Kind und dann war erstmal Ruhe im Karton! ;-)

Wer ein deutliches Bild eines Vari-Babys sehen möchte, dem empfehle ich dieses hier:
http://www.flickr.com/photos/94554340@N00/497553073/

Übrigens: so sehen Rote Varis beim Schlafen aus (siehe unten). Kein Wunder, dass man im Lemuren-Haus fast jeden Tag ein Kind trifft, das entsetzt ruft: “Guck mal, da ist ein totes Tier!”

Schlafende Rote Varis

Schlafende Rote Varis

Der Rote Vari ist der größte der echten Lemuren. Er lebt auf der Masoala-Halbinsel im nordöstlichen Madagaskar. Rote Varis leben in Gruppen von 2 bis 20 Tieren und fressen Obst, Blätter und Nektar. Ihr Bestand ist nur noch sehr klein.

Links:

http://www.bristolzoo.org.uk/learning/animals/mammals/red-lemur

http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Varecia_rubra?uselang=de

http://lemur.duke.edu/animals/redruffed/

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Gazelle beim Grasen im Graben

Gazelle beim Grasen im Graben, mit intelligentem Gesichtsausdruck ;-)

Es fing damit an, dass ich krank war und sogar zu schlapp zum lesen. Also schaute ich fern – und zwar alle Zoo-Sendungen, die den lieben langen Tag im Fernsehen laufen: Tierische Kumpels aus den Zoos Duisburg und Gelsenkirchen, Elefant, Tiger & Co. aus Leipzig, Pinguin, Löwe & Co. aus Münster – es gibt noch mindestens drei weitere Serien.

Schritt 2 war der Kauf einer Jahreskarte für meinen Zoo in Köln und nun stromere ich jede Woche mindestens zweimal durch die Gehege und freue mich nicht nur an den Tieren, sondern auch am alten Baumbestand, den vielen Frühlingsblumen und manchmal an den anderen Besuchern. Manchmal reden die aber auch ein dummes Zeug…

Vieles davon möchte ich Euch hier näherbringen. :-)

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