Archiv für Mai 2009

Der Kölner Zoo beteiligt sich an zwei Tierschutzprojekten zur Erhaltung der Przewalski-Pferde, eines in Ungarn und eines in China. Dort werden die Pferde, die nur durch die Arbeit von Zoos und Naturschutzeinrichtungen vom Aussterben bewahrt wurden, wieder ausgewildert. Auswildern ist dabei vielleicht nicht der ganz richtige Begriff, denn nur in Reservaten und Naturschutzgebieten kann man einigermaßen sicher sein, dass die Tiere auch wirklich überleben.

Der Kölner Zoo ist recht erfolgreich in der Zucht dieser Pferde und auch in diesem Jahr hat am 3. Mai wieder ein kleiner Hengst das Licht der Welt erblickt.

Der kleine Przewalski Hengst, geboren am 3. Mai 2009

Der kleine Przewalski Hengst, geboren am 3. Mai 2009

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Bison-Jungtier im Zoo Köln

Bison-Jungtier im Zoo Köln

Da stapfte ich heute bei Regen durch den Zoo, nach etwa einer Woche Abstinenz und wurde am Ende meines Rundgangs sehr belohnt. Nachdem ich erst den kleinen Hengst der Przewalski-Pferde entdeckte und fotografierte (kommt morgen), lag bei den Bisons ein noch kleineres Kälbchen herum. Es ist ein kleines Mädchen und wurde erst vorgestern geboren, am 13. Mai 2009. Die Mama leckte es die ganze Zeit ab, und das fand ich auch weise, schließlich war es zwar nicht kalt, aber doch sehr ungemütlich.

Bisons waren früher einmal fast ausgerottet. Im 19. Jahrhundert wurde Bisonleder für Schuhsohlen verwendet  und nach dem Deutsch-Französischen Krieg statteten alle europäischen Länder ihre Soldaten mit neuem Schuhwerk aus. Später wurden viele Tiere einfach niedergemetzelt, um den Indianern die Lebensgrundlage zu nehmen. Heute gibt es dank mehrerer Schutzgebiete etwa 350.000 Tiere – ein recht solider Bestand.

Und wo wir schon bei Kälbchen sind: Die Tragezeit ist mit neun Monaten genauso lange wie bei Menschen. Anders als Menschenkinder wiegt ein kleiner Bison bei der Geburt allerdings schon 30 Kilo – da vertut man sich, ich hätte die kleine Bison-Dame im Zoo auf höchsten 20 Kilo geschätzt!

Weibliches Bison-Kalb im Kölner Zoo

Weibliches Bison-Kalb im Kölner Zoo - die Kleine ist gerade zwei Tage alt

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Auf die Gefahr hin, euch zu Tode zu langweilen – ich hab nochmal Bilder von dem Roten Vari Jungtier gemacht. Mittlerweile informiert uns der Zoo auch über ihn:  Es ist ein Männchen, er wurde am 28. März 2009 geboren, die Mutter ist Tahvia (falls ich die Handschrift richtig deute) und 12 Jahre alt, der Vater ist Octave (?) und 11 Jahre alt. :-)

Mittlerweile ist er auch tagsüber quicklebendig und kann gar nicht aufhören, herumzuturnen. Sein Fell ist schon genauso gefärbt, wie das der großen Varis, mit den rot-plüschigen Teddybär-Ohren, dem weißen Fleck im Nacken und der dunkle Schwanz wird auch immer flauschiger.

Die Bilder sind nicht toll, dazu ist das Licht im Madagaskar-Haus einfach zu schlecht und die Scheiben vor den Gehegen tun ihr Übriges, aber ihr könnt sicher genug erkennen, um zu verstehen, warum ich ihn so gern besuche.

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Palmkakadu (Probosciger aterrimus)

Palmkakadu (Probosciger aterrimus)

Dieser wunderschöne Kakadu wohnt im Tropenhaus. Er ist mit Finken vergesellschaftet, aber der einzige seiner Art. Er stitzt still wie eine Statue fast immer am selben Platz, so dass ihn viele Besucher gar nicht bemerken. Gewöhnlich sind diese Vögel sehr gesellig und lebhaft, aber unserer wurde am Flughafen von Frankfurt in einer Sporttasche gefunden wurde – kein Wunder, dass er ein wenig verstört ist.

So wie seine Gehegenachbarn, die Baumkängurus, lebt er normalerweise in Papua-Neuguinea und in Nordaustralien. In europäischen Zoos werden etwa 20 Tiere gehalten. Sie werden aber auch von Züchtern vermehrt, da viele Menschen diese schönen Vögel zu Hause halten möchten – leider nicht immer artgerecht.

Abgesehen von Insekten ernähren sich Palmkakadus vegetarisch: Palmnüsse, Samen, Nüsse und Früchte stehen auf ihrer Speisekarte.

Männliche Palmkakadus werden 56 Zentimeter groß, Weibchen etwas kleiner. Die Männchen haben ein schwarzes Gefieder, das mit dem Puder von Puderdaunen bedeckt wird und daher blau-grau schimmert. Weibchen kann man vom Männchen nicht nur durch die Größe sondern auch den deutlich kleineren Schnabel unterscheiden.

Die Vögel leben paarweise (Paare bleiben ein Leben lang zusammen) oder in kleinen Schwärmen von bis zu acht Tieren. Größere Schwärme mit etwa 30 Tieren wurden auch schon gesichtet.

Mehr Infos und Bilder, wie fast immer, in der Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Palmkakadu

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Heute entdeckte ich ein Blesshuhnküken, das noch sehr klein war und winzige Stummelflügelchen hatte, aber es war auch sehr hungrig und rannte deswegen fiepsend zur Mama. Auf einmal gab es viel Flügelschlagen und schwupp, hatte ein Fischreiher das Kleine im Schnabel. Mama und Papa Blesshuhn flogen hinterher, aber gegen einen Fischreiher haben sie kaum eine Chance. Schlimm war, dass das Küken noch sehr lange zappelte…

Junge Enten ruhen sich aus

Junge Enten ruhen sich aus

Am Mantjak-Gehege schließlich tauchte der Reiher das Vögelchen ins Wasser und begann es dann hinunterzuschlucken. Neben mir erschien eine Frau und sagte etwas in der Art von “der Mistkerl!” zu mir und einmal im Leben war ich schlagfertig und antwortete sofort: “Sind sie Vegetarier?” Sie: “Nein!” Ich: “Er auch nicht!” Nach kurzem Hin und Her über die Unterschiede zwischen Küken (von Reihern geschätzt) und Lämmchen und Kälbchen (von Menschen geschätzt) gestand ich ihr dann gerne ein, dass ich das auch nicht gerade “schön” finde. Aber man kann es dem Reiher schlecht übelnehmen, finde ich. Ich machte mir dann so meine Gedanken über den Verbleib der Entenküken von neulich, die ich bisher nicht wiedergesehen hatte und war dann sehr sehr erfreut, am Ende meines Rundgangs dieses Bild vorzufinden – mindestens ein siebtes Küken (von ursprünglich zehn) gibt es auch noch, das lag etwas abseits.

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Ich verspreche Euch, es kommen bald auch wieder Berichte aus dem Kölner Zoo, aber heute habe ich nochmal was ganz besonderes aus der Lemuren-Welt.

Ende April ist nämlich im Zoo von Denver ein kleines Fingertier zur Welt gekommen. Fingertiere gehören auch zu den Lemuren und sind vom Aussterben bedroht. Ich habe hier zwei Videos eingebunden – erst eines aus dem Zoo von San Francisco, wo im letzten Jahr ein Fingertier-Jungtier zur Welt kam, und ich habe für Euch transkribiert und übersetzt, was dort erzählt wird. Weiter unten kommt dann das zweite Video über das Aye-aye (so werden Fingertiere auch genannt) in Denver.

ENGLISCH:

I’m Corinne MacDonald, the temporary animal care supervisor for primates here at the San Francisco Zoo. I’m here to talk to you about our recent birth, our aye-aye.

Aye-ayes are nocturnal prosimians which means basically they are primates that are active at night. So during our daylight hours they sleep, during our night time they are out in the forest, foraging, eating, very active. They go to deadfall, they tap on the deadfall, they try to listen for the reveberations which tells them hopefully that there’s a grub, bird in that wood.
Den Rest des Eintrages lesen »

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Sueddeutsche Zeitung mit Fotostreckenreihe "10 Dinge über..."

Sueddeutsche Zeitung mit Fotostreckenreihe "10 Dinge über..."

In der Süddeutschen Zeitung (online) gibt es eine tolle Serie “10 Dinge über…”, bei der ich mich soeben über Vögel informiert habe. Es sind eigentlich Fotostrecken mit ein paar Infos dazu.

Wusstet ihr z. B. dass Krähen in Japan während der Rotphase der Ampel Nüsse auf die Straße legen, die sie sich dann von Autos knacken lassen? Außerdem werden alle meine Vorurteile über die Dummheit von Truthähnen bestätigt und es gibt ein sagenhaftes Bild eines Kasuars (von dessen Intelligenz ich übrigens auch nicht allzu viel halte).

In den anderen Kategorien lernt man etwas über die Wohnungssuche von Krebsdamen (ein Winkerkrabbenweibchen ließ sich über 100 Krebshöhlen zeigen, ehe sie sich auf ein dazugehöriges Männchen einließ), dass es auch bei den Ratten Gesellschaftstrinker gibt oder dass sich Bienen aufs Sprengstoff-Erkennen abrichten lassen.

Hier alle Tierthemen, die ich gefunden habe:

Vögel: http://www.sueddeutsche.de/wissen/262/467833/bilder/?img=0.0
Affen: http://www.sueddeutsche.de/wissen/487/397273/text/
Hunde: http://www.sueddeutsche.de/wissen/389/463993/bilder/
Schnecken: http://www.sueddeutsche.de/wissen/703/313609/text/
Tauben: http://www.sueddeutsche.de/wissen/504/304480/text/
Haie: http://www.sueddeutsche.de/wissen/987/301984/text/
Käfer: http://www.sueddeutsche.de/wissen/983/301980/text/
Krebse: http://www.sueddeutsche.de/wissen/772/300770/bilder/
Ratten: http://www.sueddeutsche.de/wissen/795/300793/bilder/
Bienen: http://www.sueddeutsche.de/wissen/807/300805/bilder/

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Liebe Leser, heute habe ich mal was, das eigentlich nichts mit dem Zoo zu tun hat, wohl aber mit Tieren. In Thüringen lebt das Ehepaar Rheber und sie fertigen unglaublich hübsche Behausungen für Nagetiere an – ausschließlich aus Naturmaterialien. Alle Teile werden aus Laubholz, wie Esche, Linde oder Pappel gefertigt, die gut verträglich sind. Hamster, Mäuse oder Ratten können ihr neues Eigenheim dann nach Wunsch sogar aufessen. ;-)

Das wäre zwar einerseits schade, denn diese ZooArt-Produkte sind wirklich wunderhübsch, andererseits sind sie, vor allem für Handarbeit,  sehr preisgünstig. Ein kleiner Spielplatz ist schon für 11,99 EUR zu haben und die spanische Finca kostet 20,99 EUR. Der XXL-Nagerspielplatz, der immerhin 40 x 60 Zentimeter groß ist, geht für 54,95 EUR über den Ladentisch. Da kann man nicht meckern, oder?

Hier könnt Ihr die schmucken Häuschen bestellen oder auch nur bewundern:

http://www.zooart.de

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