Archiv für Mai 2009

Ebenso wie in anderen Zoos dürfen sich unsere Seelöwen ihr Essen verdienen. Dürfen? Ja klar! Seelöwen sind sehr intelligent und haben es in ihrem relativ kleinen Becken viel zu langweilig. Zum Glück sind sie gesellig und können sich miteinender die Zeit vertreiben. Aber so ein Training verkürzt die Zeit und macht Spaß. Und dann gibts auch noch leckere Fische zur Belohnung – perfekt! Übrigens ist eine größere und artgerechte Unterbringung geplant, aber das kann noch ein paar Jährchen dauern.

Bei uns in Köln gibt es Seelöwen in jedem Alter – ein Kleiner ist dabei, der erst im letzten Jahr zu Welt kam (noch ein Baby ist unterwegs) und Möhrchen ist schon etwas älter, ich hab vergessen wie alt, aber irgendwas in den 20ern.

Im Moment dauert die Fütterung ewig, weil die Herren und Damen Seelöwen eigentlich Paarung und dergleichen im Kopf haben, Frühlingsgefühle halt. Diese Bilder stammen noch aus glücklicheren Zeiten, da haben sie ihre Tricks nur so aus dem Ärmel gezaubert.

Am niedlichsten finde ich eigentlich, wenn eine Seelöwin den Hai macht – dazu legt sie sich seitlich ins Wasser und streckt eine Flosse nach oben und das macht sie eigentlich immer, wenn jemand etwas von ihr will. ;-) Keine Ahnung, ob es zum Training dazugehört, dass sie das dauernd macht. Eine nimmt nämlich beim Ringe-Apportieren auch den Ring nicht ins Maul, sondern legt ihn locker über die Schnauze – das ist eindeutig antrainiert, wie man spätestens nach dem zweiten Versuch sieht, wenn der Trainer sagt, sie solle sich schämen und die Seelöwin dann reagiert, indem sie die Flossen vor das Gesicht hält. :-)

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Die Matschie-Baumkängurus leben bei uns im Tropenhaus, das aus einem großen offenen Bereich besteht, in dem viele Vögel frei herumfliegen und einem hinteren, in dem die Weißhandgibbons untergebracht sind, einige Vögel, eine gigantische Tigerpython und die putzigen Kängurus.

Die Tiere sind dämmerungs- und nachtaktiv, tagsüber sind sie auch bei uns im Zoo nicht besonders lebhaft – ihre Bewegungen, die gleichzeitig geschickt und plump wirken, haben oft die Geschwindigkeit von Faultierbewegungen.

Heute vormittag saßen sie wie hypnotisiert im hinteren Teil ihres Geheges und starrten die Tür an, hinter der sie wohl den Pfleger schon hörten. Bald trat er auch ein und wurde freudig von den Matschie-Baumkängurus begrüßt. Die Tiere sind Vegetarier und fressen Blätter, Früchte, Blüten, Gras, Baumrinde, Pflanzenwurzeln und Kräuter.

Matschie Kängurus kommen aus Neuguinea, wo sie in tropischen Bergregenwäldern in Höhenlagen zwischen 1.000 und 3.300 Metern leben. Andere Baumkängurus, die teilweise auch deutlich größer werden, nämlich bis zu 1,80 Metern lang, kommen in ebenfalls in Neuguinea und Nordost-Australien vor.

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