Archiv für Juli 2009

Seit ich verstanden habe, dass es sinnvoll ist, erst gegen 15 Uhr bei den Lemuren vorbeizuschauen, treffe ich die entzückendsten der Zoo-Bewohner öfter wach an. Was ist das ein Getöse, die roten Varis (die, ehrlich gesagt, viel zu wenig Platz haben) toben durch ihr Gehege, ab und zu stimmen sie ein Geschrei an, das es in sich hat. Die Gürtelvaris laufen durch ihre Außentunnel zu den Käfigen. Die Sclaters Makis starren mit leuchtend blauen Augen die Zuschauer an. Die Rotbauchmakis laufen rein und wieder raus und wieder… Und auch die großen Bambuslemuren sind wach. Schnelle Bewegungen sind selten ihr Ding, aber ich gucke ihnen auch gern beim herumsitzen zu. Oder wenn sie sich putzen. Oder wenn sie essen. Seht selbst:

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Plakat zur Orang-Utan-Kunst-Aktion

Plakat zur Orang-Utan-Kunst-Aktion

In Köln lebt eine Zweier-WG von Orang-Utan-Damen. Beide sind betagt, eine ist in Köln geboren und aufgewachsen, die andere kam 2008 in den Kölner Zoo. Orang-Utans sind, anders als z. B. Gorillas, nicht so furchtbar gesellig. In freier Natur sind sie meistens einzeln anzutreffen, entweder in einem “eigenen” Revier oder als Wanderer. Männchen vertragen sich selten miteinander, Weibchen allerdings ziehen auch mal zu zweit durch den Wald, um dann nach einigen Tagen wieder getrennter Wege zu gehen. Sumatra-Orang-Utans sind generell sozialer als ihre Kollegen aus Borneo und leben auch mal in größeren Gruppen zusammen.

Tilda wurde im Krefelder Zoo als einzelnes Tier gehalten, das ist auch nicht ideal. Man war deswegen froh, dass sie sich mit Lotti aus Köln gut verstand. Die beiden bilden nun eine Senioren-WG.

Die 42jährige Tilda hat eine interessante Karriere hinter sich. Sie arbeitete in ihrer Jugend in einem Varieté, zog dann im Tierpark Studen sechs Jungtiere auf und siedelte schließlich nach Krefeld um. Da sie dort allein lebte, boten ihr die Pfleger allerhand Beschäftigungen an, z. B. Malen. Das hat sich die Kölner Orang-Utan-Dame Lotti von ihr abgeguckt und Zoodirektor Theo Pagel nutzt die Kunstwerke jetzt als Einnahmequelle für die Renovierung des Südamerika-Hauses, eines der historischen Zoo-Gebäude.

Eines der Bilder der Kölner Orang-Utan-Malerinnen

Eines der Bilder der Kölner Orang-Utan-Malerinnen

Es werden derzeit nur zwei Außen-Anlagen des Hauses benutzt, in denen die Bartaffen wohnen, die demnächst in die Nähe der Orang-Utans umsiedeln sollen sowie die Rotbauchtamarine. Nach dem Umbau sollen diverse Affen, Vögel und Faultiere in dem Haus leben.

Übergangsweise ist das Südamerika-Haus wieder geöffnet, um Lottis und Tildas Kunstwerke zu präsentieren. Die Bilder können für 150 bzw. 250 EUR (je nach Größe) gekauft werden. Anke Kammann (0221 / 778 51 85; kammann-zoofreunde@koelnerzoo.de) nimmt Gebote entgegen.

Das historische Südamerika-Haus im Kölner Zoo

Das historische Südamerika-Haus im Kölner Zoo

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