Archiv für August 2009

Unsere Elefantenkinder im Kölner Zoo sind ja jetzt alle schon zwei oder drei Jahre alt, da war es Zeit, dass sich Nachwuchs einstellte. In der Nacht vom 26.7. auf den 27.7. hat die 14-jährige Elefantendame Aye Shan May den kleinen Khin Yadanar Min auf die Welt gebracht.

Zwischen den Rüsseln und Vorderbeinen der Großen liegt der Kleine und schläfthttp://zoo.blog-haus.net/wp-content/uploads/2009/08/elefantenbaby-650x451.jpg 650w, http://zoo.blog-haus.net/wp-content/uploads/2009/08/elefantenbaby.jpg 800w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" />

Zwischen den Rüsseln und Vorderbeinen der Großen liegt der Kleine und schläft (auf das Bild klicken, dann wird's größer)

Anfang der Woche wollte ich mir den Kleinen auch mal ansehen und traute mich trotz Ferien und Sonnenschein in den Zoo, was hart bestraft wurde. Es war rappelvoll (wie nicht anders zu erwarten) und abgesehen von einer kleinen Pause bei dem badenden Grizzly stürzte ich fast ohne stehenzubleiben Richtung Elefantenpark.

Naja gut, einmal machte ich Halt bei dem ohrenbetäubenden Gebrüll, das aus dem Gehege der Rotbauchtamarine drang. Wer Rotbauchtamarine kennt, weiß, dass sie ein hohes Zirpen von sich geben. Der Krach stammte von zwei Brüllaffen, die man ausquartiert hatte (weil sie solch ein Geschrei machen?) und die gemeinsam ihrem Namen alle Ehre machten.

Ok, weiter zum Elefantenpark. Die ganze Gruppe war drinnen – wahrscheinlich soll der Kleine noch nicht so oft raus. Das geht in Köln, denn drinnen haben sie ja etwa so viel Platz wie „normale“ Zoo-Elefanten sonst im gesamten Gehege. Natürlich waren alle Aussichtsplattformen rappelvoll. Nach geraumer Zeit konnte ich mir einen Platz vorn ergattern und sah dann den kleinen Elefanten in einem Heuhaufen liegen. Offensichtlich war er SEHR müde, denn er regte sich nicht. Er sah trotzdem niedlich aus, aber weil auch viele andere Menschen gern einen Blick erhaschen wollten, verließ ich das Elefantenhaus und schmiedete den tollen Plan, gegen 17 Uhr, eine Stunde vor Schluss, nochmal wiederzukommen. Bis dahin leert sich der Zoo immer sehr.

Weiter zu den Nilpferden, bei denen ich zusehen durfte, wie Albert aus dem Wasser auftauchte, um seine Damen zu bekoten und dann wieder im kühlen Nass zu verschwinden. So sind sie, die Nilpferde. Vielleicht werden sie aktiver, wenn sie im Hippodom mehr Platz und mehr zu tun haben…

Danach verbrachte ich eine geruhsame Dreiviertelstunde bei den Lemuren, schaute den Bambuslemuren beim Schlafen zu (die sind einfach wahnsinnig niedlich!!), den Roten Varis beim Fressen und Toben und freute mich über kurze Gastauftritte der Gürtelvaris und Rotbauchmakis.

Und wieder zurück zu den Elefanten. Tatsächlich, etwas leerer war es bei ihnen. Ich kämpfte mich nach vorne, suchte und tatsächlich, da war er: Er lag jetzt in einem gemischen Stroh- und Heuhaufen etwas weiter hinten und schlief. *seufz* So sind Säuglinge halt… Nun wollte ich ausharren, bis das Haus zugemacht wird, denn irgendwann musste er doch auch mal wieder wach werden… Zwei große Elefantinnen standen die meiste Zeit bei ihm, von denen ihn die eine immer mal mit dem Fuß einen halben Meter weiter schob, wenn sie an das Heu heranwollte. Nach einer Weile erschienen an den Gitten zwei Pfleger, die freudig von den meisten Elefanten begrüßt wurden, offensichtlich hatten sie Leckerlis dabei und waren zu Rüsselkraul-Aktionen bereit. Khin Yadanar Min und seine Bewacherinnen allerdings rührten sich nicht von der Stelle. Gegen 17:45 Uhr dann stand er auf – allerdings war er zu diesem Zeitpunkt von ungefähr fünf erwachsenen Elefanten umgeben, was bedeutete: Man sah gar nichts. Und eine Minute später schallte eine laute Stimme durch das Gebäude: „Das Elefantenhaus wird jetzt geschlossen!“

Tja. So war das. Da muss ich wohl bald wieder gucken, spätestens wenn die Ferien vorbei sind.

Ihr könnt derweil beim Kölner Stadt-Anzeiger ein paar Bilder angucken, die beweisen, dass er manchmal auch wach ist:
http://www.ksta.de/html/fotolines/1247853628840/rahmen.shtml?1

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