Vor einiger Zeit wurde das ehemalige Eisbärgehege umgebaut. Gras wurde angepflanzt, zwei alte abgesägte Bäume wurden dekorativ hineingelegt. Dann wurde die Flugshow angekündigt. Die Schmutzgeier, die bisher immer im Außenbereich des Regenwaldhauses gewohnt hatte, verschwanden dort.

Lange Rede, kurzer Sinn – dort findet jetzt bei gutem Wetter täglich die Flugshow statt, die ich mir nun endlich einmal angesehen habe. Und das hat sich wirklich gelohnt!

Gut gefällt mir, dass hier keine perfekte Show geboten wird, sondern man eine Menge Informationen über verschiedene Vögel erhält. Die Vögel dürfen frei fliegen – nicht nur zu den Veranstaltungen, sondern sonst auch! Großartig, das reicht doch schon, da muss niemand ein Kunststückchen machen.

Aber nun zur Show selbst. Der Falkner präsentiert nacheinander die Vögel. Der erste war ein Wüstenbussard. Abwechselnd wurde er vom Falkner und seinem Kollegen, der hinter dem Publikum stand, mit Futter angelockt, so dass er immer haarscharf über den Köpfen des Publikums hinwegflog! Toll, einen Raubvogel so nah und in Bewegung sehen zu können. Der Falkner erzählte während der Vorführung locker über Jagd- und Lebensgewohnheiten der Tiere und es wurde nur den ganz kleinen Kindern zwischendurch langweilig, alle anderen staunten und schauten und hörten zu!

Danach kam ein typischer Vogel für Vorführungen dieser Art, ein Sakerfalke. Der Tierpflegerkollege stand nun auf dem Dach hinter dem Falkner und lockte den Falken mit einer Art Vogelattrappe an.

Anschließend kam etwas ganz ungewöhnliches: Hennes, der lachende Hans, ein Eisvogel aus Australien. Hennes hatte nicht so wahnsinnige Lust auf das Hin- und Herfliegen und am Anfang fehlte ihm auch der rechte Appetit. Trotzdem hatten wir genug Gelegenheit, ihm beim Fliegen zuzusehen!

Nummer Vier war ein Schwarzmilan, der offenbar viel Spaß am Fliegen hatte und auch nach seinem „Auftritt“ gar nicht mehr zurück wollte. Kein Problem, dann durfte er weiterfliegen, während sein letzter Kollege vorgestellt wurde: ein Schmutzgeier. Der war eher zu Fuß unterwegs und ließ sich vom Schwarzmilan manchmal sein Futter wegschnappen – wie um die Worte des Falkners zu bestätigen, der schon erzählt hatte, dass Milane anderen Vögeln ihr Futter abjagen.

Falls ich im Herbst wieder bei schönem Wetter in den Zoo gehe, ehe es zu kalt wird, gucke ich mir die Flugschau nochmal an, die lohnt sich wirklich!

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2 Antworten zu “Flugshow mit verschiedenen Raubvögeln”
  1. plapperlapapp sagt:

    wie ist das denn mit den vögeln? kommen die auf jeden fall wieder zurück, weil sie wissen, dass sie da futter kriegen oder verspüren manche nicht auch die lust, sich komplett abzuseilen?

  2. Petra Schulten sagt:

    Normalerweise kommen die wieder zurück, weil sie gefüttert werden und dort ihr Revier haben. Allerdings ist z. B. der Sakerfalke schon abgehauen und wurde dann irgendwo in einem anderen Stadtteil wieder eingesammelt. Es gibt ja Beobachtungsstationen und auch Privatleute, die solche markierten Vögel dann entdecken und einfangen. Solche Geschichten hat auch ein Falkner erzählt, den ich mal in Glücksburg kennengelernt habe.

  3.  
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