Archiv für Oktober 2009

Gorillababy in Münster

Gorillababy in Münster

Bei den Münsteraner Gorillas gab es Nachwuchs. Gorillaweibchen Gana brachte Anfang August ein kleines Mädchen zur Welt. Ich weiß, man soll nicht auf Äußerlichkeiten achten, aber hat die Kleine nicht eine unglaubliche Frisur??

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Im September habe ich zweieinhalb Wochen in Münster verbracht (wundervolle Stadt!) und dabei auch zwei Mal den Allwetterzoo besucht.

Hier der Link zu einem Artikel, den ich für den mitkid.de-Blog geschrieben habe:
http://blog.mitkid.de/der-allwetterzoo-in-muenster/

Hier möchte ich Euch mit mehr Bildern einzelne Tiere näher beschreiben. Die ersten sind meine geliebten Lemuren. In Münster gibt es seit etlichen Jahren (acht?) eine eigene Insel für Kattas, auf der sie frei herumlaufen können. Dabei kann man den kleinen Madegassen ganz nah kommen, auch wenn sie etwas zurückhaltender sind als z. B. die roten Varis im Gelsenkirchener ZOOM.

Bei beiden Zoobesuchen habe ich viel Zeit bei den possierlichen Kattas verbracht, die übrigens wie viele Lemuren in einer matriarchalisch strukturierten Gesellschaft leben. Besonders haben mich die Lautäußerungen beeindruckt: Mal klingen die Kattas wie maunzende Kätzchen, mal rufen sie guttural “wok, wok!” Da dieses Jahr Drillinge geboren wurden, haben Besucher die Gelegenheit, auch halbwüchsige Kattas anzuschauen, die viel neugieriger sind als ihre älteren Genossen und dann auch mal direkt vor der Nase der Menschen herumturnen, um sie besser betrachten zu können.

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Hier waren sonst die Zwergpinguine, rechts fehlt schon das Dach

Hier waren sonst die Zwergpinguine, rechts fehlt schon das Dach

Lang genug standen das ehemalige Eisbärengehege und der Bereich der Seehunde leer. Zwischen den Humboldt-Pinguinen und den Zwergpinguinen ging man unter einem Dach entlang, so dass es bei den Zwergpinguinen immer dunkel war. Dieses Dach ist schon verschwunden. Das Eisbärengehege beherbergt jetzt die Vögel, die an der Flugshow teilnehmen und irgendwas passiert auch mit dem Seehundebecken – juhuu – es kann nur schöner werden! :-)

Wusstet Ihr, dass die Zoos mit ihren Umbauten oft große Probleme haben, nicht nur weil sie teuer sind, sondern weil die alten Gehege und Gebäude, egal wie hässlich, oft unter Denkmalschutz stehen?

Hier lebten vor langer Zeit die Seehunde

Hier lebten vor langer Zeit die Seehunde

Die Zwergpinguine sind im Moment nicht zu sehen, ich hoffe, sie kommen nach der Umgestaltung zurück!

Erstaunlich, dass der Zoo trotz des teuren Hippodoms Geld für diese Umbauarbeiten hat.

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Wachsamkeit oder Sonnenbaden?

Wachsamkeit oder Sonnenbaden?

Aaaalso… ist das jetzt übergroße Wachsamkeit, nach dem Motto “sechs Augen sehen mehr als zwei” oder sitzen die Herrschaften einfach in der Sonne und genießen die letzten schönen Herbsttage?

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Vor einiger Zeit wurde das ehemalige Eisbärgehege umgebaut. Gras wurde angepflanzt, zwei alte abgesägte Bäume wurden dekorativ hineingelegt. Dann wurde die Flugshow angekündigt. Die Schmutzgeier, die bisher immer im Außenbereich des Regenwaldhauses gewohnt hatte, verschwanden dort.

Lange Rede, kurzer Sinn – dort findet jetzt bei gutem Wetter täglich die Flugshow statt, die ich mir nun endlich einmal angesehen habe. Und das hat sich wirklich gelohnt!

Gut gefällt mir, dass hier keine perfekte Show geboten wird, sondern man eine Menge Informationen über verschiedene Vögel erhält. Die Vögel dürfen frei fliegen – nicht nur zu den Veranstaltungen, sondern sonst auch! Großartig, das reicht doch schon, da muss niemand ein Kunststückchen machen.

Aber nun zur Show selbst. Der Falkner präsentiert nacheinander die Vögel. Der erste war ein Wüstenbussard. Abwechselnd wurde er vom Falkner und seinem Kollegen, der hinter dem Publikum stand, mit Futter angelockt, so dass er immer haarscharf über den Köpfen des Publikums hinwegflog! Toll, einen Raubvogel so nah und in Bewegung sehen zu können. Der Falkner erzählte während der Vorführung locker über Jagd- und Lebensgewohnheiten der Tiere und es wurde nur den ganz kleinen Kindern zwischendurch langweilig, alle anderen staunten und schauten und hörten zu!

Danach kam ein typischer Vogel für Vorführungen dieser Art, ein Sakerfalke. Der Tierpflegerkollege stand nun auf dem Dach hinter dem Falkner und lockte den Falken mit einer Art Vogelattrappe an.

Anschließend kam etwas ganz ungewöhnliches: Hennes, der lachende Hans, ein Eisvogel aus Australien. Hennes hatte nicht so wahnsinnige Lust auf das Hin- und Herfliegen und am Anfang fehlte ihm auch der rechte Appetit. Trotzdem hatten wir genug Gelegenheit, ihm beim Fliegen zuzusehen!

Nummer Vier war ein Schwarzmilan, der offenbar viel Spaß am Fliegen hatte und auch nach seinem “Auftritt” gar nicht mehr zurück wollte. Kein Problem, dann durfte er weiterfliegen, während sein letzter Kollege vorgestellt wurde: ein Schmutzgeier. Der war eher zu Fuß unterwegs und ließ sich vom Schwarzmilan manchmal sein Futter wegschnappen – wie um die Worte des Falkners zu bestätigen, der schon erzählt hatte, dass Milane anderen Vögeln ihr Futter abjagen.

Falls ich im Herbst wieder bei schönem Wetter in den Zoo gehe, ehe es zu kalt wird, gucke ich mir die Flugschau nochmal an, die lohnt sich wirklich!

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Roter Vari beim Nickerchen

Roter Vari beim Nickerchen

Wer vor 15 Uhr ins Madagaskar-Haus kommt, muss den Lemuren meistens beim Schlafen zusehen. Ich mache das gern. Vor allem, wenn man beim Schlafen so elegant aussieht und alle vier Pfoten so ordentlich zusammengelegt hat.

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Onager sind vom Aussterben bedrohte persische Wildesel

Onager sind vom Aussterben bedrohte persische Wildesel

Onager sind persische Wildesel. In Köln haben sie einen etwas merkwürdigen Stand. Einerseits befinden sie sich im einzigen Gehege, das auch außerhalb des Zoos einsehbar ist, nämlich vom Bahnüberweg aus, anderseits fallen sie im Zoo dann gar nicht auf. Hinter blühenden Hecken und zwischen Bollerwagen-Verleih und Toiletten sind sie irgendwie unscheinbar.

Ich schaue natürlich trotzdem immer mal nach ihnen, vor allem weil ich seit vielen Monaten einen Verdacht habe und misstrauisch auf den dicken Bauch einer Stute schiele.

Ja, so sieht also ein Onager-Fohlen aus. :-)

Onager gehören zu den Asiatischen Eseln, die auch “Halbesel” genannt werden, weil sie pferdeähnlicher sind als Hausesel. Alle Esel gehören jedoch zu den Pferden. Halbesel sind die schnellsten Vertreter der Pferde. Sie können im Galopp Geschwindigkeiten von 70 km/h erreichen und über längere Distanzen 50 km/h halten.

Onager-Fohlen im Kölner Zoo

Onager-Fohlen im Kölner Zoo

Die Zahl der Onager im Norden des Iran wird auf weniger als 500 geschätzt, sie gelten daher als „vom Aussterben bedroht“. 150 Onager leben in wissenschaftlich geleiteten Zoos. Insofern ist eine Geburt also nicht nur ein freudiges Ereignis sondern eine ganz kleine Chance für den Fortbestand dieser Tiere.

Weitere Asiatische Esel sind Anatolische und Syrische Halbesel, Kulans, Dschiggetai und Khur. Die Anatolischen und Syrischen Halbesel sind bereits ausgerottet, die anderen Arten sind ebenfalls gefährdet. Nur Dschiggetai gibt es noch in größeren Herden, allerdings nimmt die Wilderei zu.

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Neue Lernstationen: Viel Energie, um Blut ins Giraffenhirn zu pumpen

Neue Lernstationen: Viel Energie, um Blut ins Giraffenhirn zu pumpen

Überall im Zoo stehen jetzt neue Lernstationen herum, auf denen man nicht nur etwas über die Tiere lesen kann – übrigens geht es immer um Energie, der Bezug zur Rheinenergie, die ja den Bau des Hippodoms sponsert, ist klar – sondern oft auch kleine Versuche  machen kann.

Da erfährt man, dass Erdmännchen nachts ihre Körpertemperatur um ein Grad senken und dann morgens Sonne “tanken”, um sich wieder aufzuwärmen. Und dass auch die Heizung, um ein Grad gesenkt, deutlich weniger Gas oder Öl verbraucht. Oder dass ein Gepard bei seinen sagenhaften Geschwindigkeiten wesentlich mehr Energie verbraucht als ein Bär beim gemütlichen Vorankommen. Oder dass ein Flamingo weniger Wärme verliert, indem er nur auf einem nackten Bein steht, das nicht durch Federn isoliert ist, während der Marabu extra über die Beine kühlt. Oder dass der Giraffenkörper enorm viel leistet, indem der Kreislauf Blut in den hoch gelegenen Kopf pumpt.

Diese Stationen werden nicht nur von den Kindern gut angenommen, die allerdings auch an den reinen Informationstafeln herumzerren und das interaktive Element suchen, sondern auch von allen anderen Zoobesuchern.

Jung und Alt interessiert sich für die neuen Stationen

Jung und Alt interessiert sich für die neuen Stationen

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