Mein Leser Peter Trantz schwärmte mir schon vom Rotterdamer Zoo Diergaarde Blijdorp vor. Deswegen war ich auch voller Erwartung, als ich meine 18,50 EUR bezahlt hatte. Anfangs wollte sich keine rechte Begeisterung einstellen, obwohl die Rivierahal gleich am östlichen Eingang riesig ist und man geradezu überwältigt wird von den vielen Terrarien, den Innenbereichen einiger Säugetiere (Gorillas, Zwergflusspferd, Kamele, Lisztäffchen usw.), Aufzuchtstationen für Schildkröten, selten in Zoos anzutreffenden Tieren wie Komodo-Waranen (der Erwachsene schläft leider vormittags unterirdisch), Aquarien, einem großen Café und vielen Räumen mit tropischer Vegetation, in denen Vögel frei herumfliegen.

Aber spätestens beim Besuch der riesigen begehbaren Freiflugvoliere mit den Zugvögeln und in der wundervollen Schmetterlingshalle wuchs die Freude an diesem Zoo. Überall kann man Vögel in Häusern und Freifluganlagen besuchen, ohne störende Zäune und Scheiben zwischen sich und den Tieren zu haben.

Da ich schon viel über den Zoo in meinem  Niederlande-Blog unter http://www.nl-blog.de/2010/niederlande/der-zoo-in-rotterdam-diergaarde-blijdorp geschrieben habe, will ich mich hier auf meine persönlichen Eindrücke beschränken.

  • Die Architektur des Giraffenhauses ist sehr beeindruckend.

  • Die Halle mit den Krokodilen und Klippschliefern sieht unserem Hippodom sehr ähnlich – wahrscheinlich war sie das Vorbild.
  • Die Gorillas haben gute Versteckmöglichkeiten: Ihr Außengehege ist nur von wenigen Stellen aus einsehbar, so dass sie sich ganz leicht vor den Besuchern verbergen können.
  • Besonders nett waren die Liszt-Äffchen in der Riviera-Halle, mit denen ich bestimmt 10 Minuten lang Verstecken gespielt habe – wenn ich mich hinter einem Ast oder zwischen den Fenstern versteckte, kamen sie sofort angelaufen und guckten, wo ich blieb. Legte ich den Kopf nach links, taten sie das auch – oder nach rechts! Dass Zootiere so mit Menschen interagieren sieht man selten!
  • Die Infrastruktur ist wunderbar: Restaurants, Toiletten, Kioske und Bänke gibt es überall.
  • Wunderschöne kleine Wege abseits der Hauptrouten führen durch Schilflandschaften und andere Gebiete, die entzückend angelegt sind. Hier ist es auch bei einem ansonsten überfüllten Zoo relativ ruhig.
  • Kinder finden überall Spielplätze, kleine Spielstationen und viele Informationen extra für sie.

  • Immer wieder stößt man auf Durchgänge, die mit Kunststoffbahnen abgetrennt sind und weiß: Hier gibt es wieder direkten Kontakt mit Tieren, meistens Vögeln.
  • Besonders Asien und Afrika sind sehr schön und abwechslungsreich gestaltet.
  • Das Ozeaneum ist schon ganz allein einen Besuch wert. Wie überall im Zoo wird hier auch hinter die Kulissen geschaut: Wie werden junge Tiere aufgezogen, womit werden Tiere gefüttert usw.
  • Andere Stationen sind: Aufzucht der Schmetterlinge, die Tierklinik des Zoos, Brutstation für Vögel usw.
  • Man muss unglaublich viel laufen
  • Ich war nachher völlig erschöpft und hatte manches gar nicht gesehen – entweder weil ich wohl den Weg dahin nicht entdeckt hatte, oder weil das entsprechende Tier gerade nicht zu sehen war, als ich bei seinem Gehege stand. Eigentlich hatte ich einige Orte nochmal besuchen wollen, aber das war einfach nicht zu schaffen.

Kurz gesagt: Wenn Ihr einen oder besser zwei Tage Zeit habt, dann besucht diesen Zoo – er gehört ganz bestimmt zu den interessantesten in Europa.

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6 Antworten zu “Der Zoo in Rotterdam: Diergaarde Blijdorp”
  1. Peter Tschanz sagt:

    Ich habe wohl nicht zu viel versprochen;)

  2. Torsten sagt:

    Vielen Dank für den ausführlichen Bericht, der Lust macht, den Zoo mal zu besuchen.

  3. Peter Trantz sagt:

    Ich habe eine kleine Korrektur: Im Ozeanum gibt es die Seeotter nicht die Riesenotter. Kleiner aber feiner Unterschied. Nicht böse gemeint.

  4. Petra Schulten sagt:

    Ich bin nie böse über Korrekturen! Ich hatte gedacht, es handele sich um Riesenotter – aber wenn ich mich jetzt zurückerinnere, schienen sie mir wohl nur so groß, weil wir in Köln ja nur die kleinen asiatischen Zwergotter und die Fischotter haben, die auch kleiner sind.

  5. Peter Trantz sagt:

    Neues aus Köln( da ich nicht weiß wo ich es sonst hin schreiben soll, nun hier): 3 kleine Wasserschweine geboren, 1 kleiner Seelöwe, die Anlage für Seeschwalben ist schon etwas länger eröffnet und die Aras haben eine Außenanlage erhalten, so dass sie nun auch außerhalb der Flugschau zu sehen sind. Auf eine Geburt bei den Kleinen Pandas wurde vergeblich gewartet…

  6. Peter Trantz sagt:

    Der nun umgestaltete Seelöwenfelsen wurde gestern eröffnet.

  7.  
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