Die längste Zeit habe ich im Stralsunder Zoo im kleinen Südamerika-Haus verbracht, in dem eine (oder mehrere?) Schlange lebt, mehrere Vogelspinnen und Skorpione, Riesenkakerlaken und Weißbüscheläffchen. Diese Äffchen gehören zu den ganz kleinen Affen, die höchstens 25 Zentimeter lang werden – der Schwanz ist dabei nicht mitgerechnet, er wird bis zu 30 Zentimeter lang. Sie sind sehr anpassungsfähig, können auch in für sie untypischen Lebensräumen zurechtkommen und brauchen keine großen Territorien.
In Stralsund laufen sie frei im Haus herum – ganz toll, weil man ihnen so ganz nah kommt. Sie sind dort an Menschen gewöhnt und überhaupt nicht ängstlich.
Weißbüscheläffchen
Weißbüschelaffen gehören zu den Krallenaffen, das sieht man hier gut
Eben komme ich von meiner kleinen Stralsundreise zurück. Die sechs Tage waren wunderschön: Ich hatte perfektes Wetter, die Stadt ist herrlich und für mich ist es immer etwas Besonderes, am Meer zu sein!
Das Gehege der Kängurus dürfen Besucher betreten - als ich kam, frühstückten sie gerade
Gleich am ersten Tag habe ich den Stralsunder Zoo besucht und war erst etwas irritiert. Er liegt am Rande einer großen Plattenbausiedlung gleich gegenüber eines Einkaufszentrums. Erstmal wandert man immer parallel zu einer Hauptverkehrsstraße und blickt durch die noch laublosen Bäume auf den Parkplatz und das Zentrum. An diesem Weg sind die Gehege diverser Esel (die jedes Mal, wenn ein Feuerwehr- oder Rettungswagen mit Sirenengeheul vorbeifährt, ein ohrenbetäubendes Geblöke anstimmen), Büffel, Kängurus, die aber wegen ihres Frühstücks nicht gewillt waren und schließlich zweier Pferde, die neben einem Bauerngarten weiden. Das Gärtchen macht zu dieser Zeit auch noch nicht allzu viel her und der Blick schweift immer wieder zur Baustelle einer Mühle, die wiederaufgebaut wird. Und zum Strelapark – so der Name des Shopping-Centers.
Felsenhörnchen
Verlässt man aber erst einmal diesen Weg, so wird es schön grün und mit den hübschen Stachelschweinen auch gleich recht interessant. Bunt durcheinander erwarten den Besucher nun verschiedene Hühner, Truthahngeier, lachende Hänse und Felsenhörnchen. Und Schafe und Ziegen – ein Schwerpunkt des Zoos sind nämlich Haustierrassen. Hühner und Gänse spazieren auch überall frei herum – das hat mir sehr gut gefallen. Dazu gibt’s demnächst einen eigenen Artikel.
Polarwölfe
Zwischen Zoo und Stadtwald befindet sich dann noch ein ganz netter Weg, der einen Lehrpfad über Vögel und Nistkästen darstellt sowie einen Tastpfad mit Boxen, in die man hereingreifen kann und einen Barfußpfad, der allerdings derzeit nicht in Betrieb ist. Am Wald wurde eine Dohlenkolonie eingerichtet und die Tiere fliegen natürlich überall im Zoo herum. In der Nähe liegt auch ein relativ großes Polarwolf-Gehege.
Zebrafinken
Nach etlichen Raubvögeln, Diamanttäubchen und Zebrafinken erreichte ich eines der Highlights des Zoos, das Südamerika-Haus, in dem Weißbüscheläffchen frei herumspringen. Dazu kommt demnächst ein Extra-Artikel. Ich verbrachte bestimmt eine Dreiviertelstunde in der tropischen Wärme und beobachtete die kleine Gesellen, die übrigens kein bisschen scheu sind.
Am hinteren Rand des Zoos liegt eine Wiese, auf der zweimal wöchentlich die Zoo-Show stattfindet, auch dazu demnächst mehr. Hier ist ein auch ein großer Spielplatz zu finden sowie ein Imbiss. Nebenan befindet sich ein großer Schau-Bauernhof. Ein begehbares Ackerbürgerhaus, viele viele alte Bauerngeräte, mehr Hühner und Ziegen, ein Storchenpaar – auch dazu lest ihr hier bald mehr.
Lisztaffe
Anschließend besuchte ich die Liszt-Affen, die Schimpansen, die Löwen, den syrischen Braunbär, das Ozelot, den Luchs, das Stinktier und die Waschbären und ein großes Damwildgehege. Natürlich habe ich nun nicht alle Tiere erwähnt, aber der Zoo ist auch nicht riesig.
Er bietet eine Vielzahl an Stellen, an denen man einfach nett im Grünen sitzen kann. Der Eintrittspreis beträgt für Erwachsene 5 EUR, da kann man wirklich nicht meckern. Wer gerne Zoos besucht, sollte den in Stralsund auf jeden Fall mit auf seine Liste setzen – es ist noch nicht alles ideal, aber vieles wurde sehr liebevoll gestaltet und es gibt genug interessante Tiere und Einrichtungen, auch für Kinder. Übrigens dürfen auch Hunde mit hinein.
Luchs
Öffnungszeiten:
Oktober – Februar 9:00 Uhr – 16:00 Uhr
März – September 9:00 Uhr – 18.30 Uhr
Preise:
Erwachsene 5,00 EUR
Kinder 3,00 EUR
Im Winter ist es billiger, außerdem gibt es zahlreiche Sondertarife
Setzt euch mit einem Klick für das Duke Lemur Center ein
Pepsi veranstaltet eine Aktion, bei der Geld für gute Zwecke gestiftet wird. Das Duke Lemur Center in den USA, das sich für den Erhalt der Lemuren auf Madagaskar einsetzt, nimmt teil. Wenn Ihr auch dazu beitragen wollt, dass Lemuren außerhalb von Madagaskar weiter gezüchtet werden und gleichzeitig auf Madagaskar geforscht und Umweltschutz betrieben wird, dann tragt doch auch mit einem Klick dazu bei, dass das Duke Lemur Center 50.000 $ von Pepsi bekommt. Allerdings muss man sich dafür einloggen, darf dann aber auch mehrmals mitwählen, auch für unterschiedliche Projekte.
Es gibt Neues aus dem Duke Lemur Center in North Carolina/USA. In diesen Tagen wurde eins von zwei neuen Gebäuden fertig, in denen 60 Lemuren leben werden. Der Umzug geht übrigens ganz einfach, wenn die Tiere gut trainiert sind: Sie steigen dann freiwillig in ihre Transportboxen. :-)
Das neue Gebäude hat mehrere Millionen Dollar gekostet und wurde zehn Jahre lang geplant. Die Lemuren können selbst entscheiden, wann sie hinausgehen – im Freien haben sie viel Platz. Zusätzlich gibt es einen beheizten kleineren Außenbereich und natürlich kuschelige Innengehege, die im Sommer wiederum durch Klimaanlagen heruntergekühlt werden können.
Die neuen Gebäude sind aber nicht nur luxuriös ausgestattet, sie sind auch sehr energieeffizient. Möglichst viel Tageslicht ersetzt künstliches Licht, der Wasserverbrauch wird gemindert, mehr als 20 Prozent des Baumaterials sind Recycling-Material und mindestens 70 Prozent der Bauabfälle werden ebenfalls recycelt.
Hier präsentiere ich Euch einen Clip über Sandkatzen im Zoo von Cincinnati. Der Pfleger erzählt, dass es 37 Arten von Wildkatzen in der Welt gibt und dass sie in Cincinnati auf die kleineren Arten spezialisiert sind. Die im Video vorgestellten Katzen sind Sandkatzen, die in den Wüstenregionen in Nordafrika leben. Das Team des Zoos arbeitet auch dort, vor Ort, um für den Erhalt dieser Tiere zu sorgen.
Sandkatzen sind für das Leben in der Wüste geschaffen, z. B. haben sie Fell unter den Pfoten, um besser auf dem heißen Sand laufen zu können.
Wenn Ihr auf den Youtube-Link klickt, kommt ihr zu weiteren Videos des Cincinnatti Zoos, z. B. mit einer Pinguinparade, Gepardenjungen, Erdmännchen, einem Binturong und Eisbären.
“Enrichment” ist ein wichtiger Bestandteil des Zoolebens. Wörtlich übersetzt bedeutet es “Bereicherung” und steht für Beschäftigungsmaßnahmen. Zootiere, die sich nicht um die Nahrungsbeschaffung, Flucht vor Feinden und manchmal sogar Aufzucht von Nachwuchs kümmern müssen, langweilen sich im Zoo. Einige schlafen dann einfach den ganzen Tag, andere zeigen deutlichere Verhaltensauffälligkeiten.
In den meisten Zoos bemüht man sich daher redlich, die Tiere artgerecht oder auch anders zu beschäftigen. Meistens drehen sich solche Beschäftigungen um das Futter, das auf dem ganzen Gelände verteilt oder sogar versteckt wird oder so angebracht wird, dass die Tiere sich körperlich und geistig anstrengen müssen, um es zu erobern. Manchmal geht es auch einfach darum, andere Eindrücke zu bekommen, z. B. wenn im Raubkatzengehege Säcke mit Zimt verteilt werden.
Die Totenkopfäffchen im Bronx Zoo bekamen zu diesem Zweck Wackelpudding mit Blaubeeren:
Als beinharter Lemuren-Fan lese ich mit Begeisterung den Blog des Duke Lemur Centers. Das Zentrum befindet sich in den USA, genauer gesagt in Durham, North Carolina. In einem größeren Waldgrundstück leben etwa 250 Tiere. Die meisten sind Lemuren (die nur auf Madagaskar vorkommen), es werden jedoch auch einige Loris aus Asien und Bushbabys aus Afrika gehalten.
Das Ziel des Duke Lemur Centers ist dabei die Erforschung dieser Tiere und die Unterstützung beim Schutz und der Arterhaltung. Was mir an dem Blog gut gefällt ist, dass hier verschiedene Mitarbeiter von ihrem Arbeitsalltag berichten. Auch wenn oft wissenschaftliche Themen transportiert werden, ist der Schreibstil immer sehr locker und angenehm zu lesen. Außerdem erdreisten sich selbst hochrangige Wissenschaftler, darauf hinzuweisen, wie “cute” die Tiere seien. ;-)
Der aktuelle Blogbeitrag erzählt übrigens von der schwierigen Reise, die neun Mausmakis aus Frankreich machen mussten, ehe sie im Duke Lemur Center ankamen, um dort bei der Forschung und Zucht zu helfen (die bisher in den USA lebenden Mausmakis sind nämlich mittlerweile zu alt, um noch Nachwuchs zu bekommen).
Wir sind ja in Köln nicht die einzigen Glücklichen mit einem kleinen Elefanten, die Londoner haben auch einen. Der muss sich noch entscheiden ob Duschen gut oder schlecht ist:
Aufmerksam wurde ich auf das Video übrigens durch die Seite http://zooborns.com – die möchte ich Euch nochmal wärmstens ans Herz legen – fast jeden Tag gibt es hier Fotos und Videos vom Zoo-Nachwuchs weltweit. Derzeit z. B. ein unglaublich niedlicher Tiger, vier entzückende Tasmanische Teufel und ganz neue Fotos eines kleinen Orang-Utan-Mädchens aus Kansas.
Seit zwei Jahren sammele ich jetzt Impressionen aus dem Kölner Zoo, anderen Zoos und verschiedene Tier-Fundstücke, die ich im Internet finde. Ich liebe Tiere, manche ganz besonders, so wie Lemuren, und ich fotografiere sie für mein Leben gern.