Darf ich vorstellen, ich bin's, Frau ZooBlog mit den beiden Süßen auf dem Arm
Ich habe die Süßen nun schon zwei weitere Male besucht und es ist unglaublich, wie sie wachsen. Aber sie trinken ja auch auch wie kleine Weltmeister, dazu fiepen, quietschen und gurren sie, dass es eine Freude ist!
Der kleine dicke Ringo hat z. B. am 5. Tag 500 Gramm gewogen und am 10. Tag bereits 800 Gramm! In den ersten Wochen ihres Lebens werden sie ihr Geburtsgewicht vervielfachen!
Äußerlich ist am Auffälligsten, dass der weiße Doran nun eine dunkle Nase bekommt, bisher war sie ganz rosa. Außerdem entwickeln sich die Augen, man sieht jetzt genau, wo Ober- und Unterlid enden und dazwischen haben sie Wimpern. Bestimmt gucken sie sich bald ihre Welt an. Auch die Ohren öffnen sich langsam. Die Beinchen, die vorher ganz dünn waren, werden immer kräftiger, so dass man sich vorstellen kann, dass sie in einiger Zeit damit auch laufen können, nicht nur robben, wie jetzt. Auch die Pfoten wachsen ganz enorm.
Bei Doran kann man sehen, dass die Nase sich dunkel färbt
Schön ist, dass man jetzt noch alles anfassen darf: Pfoten, Ohren, Bauch – später werden sie da an viele Stellen kitzelig sein.
Überhaupt sind sie sehr unkompliziert. Wenn die Hundemama weg ist, dann liegen sie zwar recht friedlich in der Kiste, aber oft krabbeln sie auch herum und quieken. Nimmt man sie auf den Arm, wo es weich und warm ist (und sie vielleicht auch den Herzschlag wahrnehmen?), dann werden sie sofort ganz ruhig und entspannt und schlafen ein. Man merkt auch genau, wann sie träumen. Was so kleine Geschöpfe wohl träumen? Sehen und hören können sie noch nichts, wie nehmen sie wohl die Welt wahr?
Ich freue mich sehr, dass ich an der Entwicklung der beiden teilhaben darf! :-)
Liebe Leser, ich weiß gar nicht, ob ich im Moment regelmäßig zum bloggen komme – ich habe viel Arbeit… Aber auch wenn ich nicht oft in den Zoo gehe, habe ich für Dich jetzt immer mal wieder ein Leckerli, auch wenn die Tiere nicht aus Südamerika oder dem Kongo kommen.
Zwei Freundinnen von mir haben sich nämlich vor kurzem entschlossen, eine kleine Hündin zu adoptieren, die in Polen ausgesetzt worden war. Die Hundedame kam nach der Reise ein bisschen verwirrt in Köln an, hat sich aber schnell an die neuen Frauchen gewöhnt (kein Wunder, besser kann man es als Hund auch kaum treffen!). Neuen Dingen gegenüber ist sie nicht unbedingt aufgeschlossen, z. B. konnte sie sich überhaupt nicht für meinen ersten Besuch erwärmen und als ich das erste Mal mit spazieren ging, wollte sie anfangs gar nicht mitkommen. Dabei komme ich sonst eigentlich immer ganz gut bei Tieren an (vor allem bei denen, gegen die ich allergisch bin…). Aber Rica gewöhnt sich dann auch schnell an die neue Situation und wenn sie merkt, dass alles nicht so schlimm ist, dann klappt es auch gut. :-) Wer weiß, was sie schon erlebt hat – bestimmt hat sie Gründe, erstmal vorsichtig zu sein!
Die beiden Winzlinge ohne Mama
Nunja, Rica nahm jedenfalls ganz ordentlich bei den neuen Frauchen zu und dann stellte sich heraus: Sie war nicht allein nach Deutschland gekommen, sondern hatte schon Nachwuchs im Bäuchlein. Am Donnerstag, dem 29. Oktober 2009 kamen fünf kleine Welpen zur Welt, von denen allerdings nur zwei die ersten Stunden überlebten. Die beiden trinken und schlafen den ganzen Tag, wie sich das für Hundebabys gehört. Zwischendurch robben sie herum und fiepsen etwas, das ist ja dann auch Aktion genug! Der Mama geht es auch wieder gut, nachdem sie erst nicht fressen wollte und Durchfall hatte.
Nachdem Rica vom Blitzlicht gar nicht angetan war und auch unruhig wurde, als wir die Welpen aus ihrer Kiste nahmen, um sie zu fotografieren, haben wir die Foto-Session ganz schnell wieder beendet – daher ist die Ausbeute nicht gerade riesig oder technisch wertvoll. Aber man kann ganz gut sehen, wie die Kleinen so aussehen.
Wir sind ja in Köln nicht die einzigen Glücklichen mit einem kleinen Elefanten, die Londoner haben auch einen. Der muss sich noch entscheiden ob Duschen gut oder schlecht ist:
Aufmerksam wurde ich auf das Video übrigens durch die Seite http://zooborns.com – die möchte ich Euch nochmal wärmstens ans Herz legen – fast jeden Tag gibt es hier Fotos und Videos vom Zoo-Nachwuchs weltweit. Derzeit z. B. ein unglaublich niedlicher Tiger, vier entzückende Tasmanische Teufel und ganz neue Fotos eines kleinen Orang-Utan-Mädchens aus Kansas.
Ich traf ja neulich schon das kleine Fohlen der Przewalski-Pferde. Heute konnte ich dann nachlesen, dass ich mich mit dem Alter nicht vertan hatte: Der kleine Hengst wurde am 9. Oktober geboren – an dem Tag als ich ihn fotografierte, war er also gerade mal einen Tag alt! Seine größeren Kumpels kamen schon im Mai zur Welt, alles drei kleine Hengste! Die Fotos in diesem Artikel sind allerdings vom 23. Oktober, da ist er schon groß!
Bei den Münsteraner Gorillas gab es Nachwuchs. Gorillaweibchen Gana brachte Anfang August ein kleines Mädchen zur Welt. Ich weiß, man soll nicht auf Äußerlichkeiten achten, aber hat die Kleine nicht eine unglaubliche Frisur??
Onager sind vom Aussterben bedrohte persische Wildesel
Onager sind persische Wildesel. In Köln haben sie einen etwas merkwürdigen Stand. Einerseits befinden sie sich im einzigen Gehege, das auch außerhalb des Zoos einsehbar ist, nämlich vom Bahnüberweg aus, anderseits fallen sie im Zoo dann gar nicht auf. Hinter blühenden Hecken und zwischen Bollerwagen-Verleih und Toiletten sind sie irgendwie unscheinbar.
Ich schaue natürlich trotzdem immer mal nach ihnen, vor allem weil ich seit vielen Monaten einen Verdacht habe und misstrauisch auf den dicken Bauch einer Stute schiele.
Ja, so sieht also ein Onager-Fohlen aus. :-)
Onager gehören zu den Asiatischen Eseln, die auch “Halbesel” genannt werden, weil sie pferdeähnlicher sind als Hausesel. Alle Esel gehören jedoch zu den Pferden. Halbesel sind die schnellsten Vertreter der Pferde. Sie können im Galopp Geschwindigkeiten von 70 km/h erreichen und über längere Distanzen 50 km/h halten.
Onager-Fohlen im Kölner Zoo
Die Zahl der Onager im Norden des Iran wird auf weniger als 500 geschätzt, sie gelten daher als „vom Aussterben bedroht“. 150 Onager leben in wissenschaftlich geleiteten Zoos. Insofern ist eine Geburt also nicht nur ein freudiges Ereignis sondern eine ganz kleine Chance für den Fortbestand dieser Tiere.
Weitere Asiatische Esel sind Anatolische und Syrische Halbesel, Kulans, Dschiggetai und Khur. Die Anatolischen und Syrischen Halbesel sind bereits ausgerottet, die anderen Arten sind ebenfalls gefährdet. Nur Dschiggetai gibt es noch in größeren Herden, allerdings nimmt die Wilderei zu.
Wie kommt man nur mit dem kurzen Rüsselchen bis ins Wasser?
Ich habe den kleinen Khin Yadanar Min mittlerweile mehrmals gesehen und bin sehr begeistert von ihm. Nicht nur ist er einfach winzig klein (im Vergleich zu den “großen” Kindern und vor allem zu den erwachsenen Elefanten), er ist auch unglaublich niedlich. Eifrig bemüht er sich, seiner Mutter und den anderen Elefanten alles nachzutun.
Als Mama einmal Zweige fraß, wollte er das auch. Das Problem (abgesehen davon, dass er wohl noch ausschließlich Muttermilch zu sich nimmt, oder?) war, dass er zwar den Zweig im Rüssel hatte und den auch ins Maul schob, aber dann hatte er den Rüssel im Maul und dann?? Auch beim Wasser trinken hat er ein ähnliches Problem. Hat er sein Mini-Rüsselchen mal lang genug ausgestreckt, um auch bis zum Wasser zu reichen und etwas von dem kühlen Nass eingesogen, dann stopft er anschließend eine Rüsselschlinge ins Maul und das Wasser tropft von da aus überall hin… Naja, er hat ja noch Zeit das zu üben.
Überaus entzückend ist es auch, wenn er sich mit etwas beschäftigt hat und dabei nicht bemerkt hat, dass Mama inzwischen weiter gegangen ist. Sobald es ihm auffällt, galoppiert er ganz eilig zu ihr. Galoppierende Elefanten sieht man wirklich nur in diesem Alter. Selbst Marlar, die sich auch gern rennend austobt, hat nicht mehr diesen hoppelnden Laufstil.
Der kleine Khin Yadanar Min im Kreis seiner weiblichen Verwandten
Hatten wir nicht erst neulich zwei Fohlen bei den Przewalski-Pferden? Egal, gestern entdeckte ich eines, das auch noch nicht sehr alt sein kann. Im Vergleich mit den größeren Fohlen ist es doch sehr winzig, und es schwankte noch ganz unsicher auf den langen Beinchen. Leider wollte es kaum hinter seiner Mutter herauskommen, aber einmal hab ich es doch mit der Kamera erwischt! :-)
Seit zwei Jahren sammele ich jetzt Impressionen aus dem Kölner Zoo, anderen Zoos und verschiedene Tier-Fundstücke, die ich im Internet finde. Ich liebe Tiere, manche ganz besonders, so wie Lemuren, und ich fotografiere sie für mein Leben gern.