Archiv für die Kategorie: “Nachwuchs”
Unsere Elefantenkinder im Kölner Zoo sind ja jetzt alle schon zwei oder drei Jahre alt, da war es Zeit, dass sich Nachwuchs einstellte. In der Nacht vom 26.7. auf den 27.7. hat die 14-jährige Elefantendame Aye Shan May den kleinen Khin Yadanar Min auf die Welt gebracht.
 Zwischen den Rüsseln und Vorderbeinen der Großen liegt der Kleine und schläft (auf das Bild klicken, dann wird's größer)
Anfang der Woche wollte ich mir den Kleinen auch mal ansehen und traute mich trotz Ferien und Sonnenschein in den Zoo, was hart bestraft wurde. Es war rappelvoll (wie nicht anders zu erwarten) und abgesehen von einer kleinen Pause bei dem badenden Grizzly stürzte ich fast ohne stehenzubleiben Richtung Elefantenpark.
Naja gut, einmal machte ich Halt bei dem ohrenbetäubenden Gebrüll, das aus dem Gehege der Rotbauchtamarine drang. Wer Rotbauchtamarine kennt, weiß, dass sie ein hohes Zirpen von sich geben. Der Krach stammte von zwei Brüllaffen, die man ausquartiert hatte (weil sie solch ein Geschrei machen?) und die gemeinsam ihrem Namen alle Ehre machten.
Ok, weiter zum Elefantenpark. Die ganze Gruppe war drinnen – wahrscheinlich soll der Kleine noch nicht so oft raus. Das geht in Köln, denn drinnen haben sie ja etwa so viel Platz wie “normale” Zoo-Elefanten sonst im gesamten Gehege. Natürlich waren alle Aussichtsplattformen rappelvoll. Nach geraumer Zeit konnte ich mir einen Platz vorn ergattern und sah dann den kleinen Elefanten in einem Heuhaufen liegen. Offensichtlich war er SEHR müde, denn er regte sich nicht. Er sah trotzdem niedlich aus, aber weil auch viele andere Menschen gern einen Blick erhaschen wollten, verließ ich das Elefantenhaus und schmiedete den tollen Plan, gegen 17 Uhr, eine Stunde vor Schluss, nochmal wiederzukommen. Bis dahin leert sich der Zoo immer sehr.
 Die großen Bambuslemuren waren genauso müde
Weiter zu den Nilpferden, bei denen ich zusehen durfte, wie Albert aus dem Wasser auftauchte, um seine Damen zu bekoten und dann wieder im kühlen Nass zu verschwinden. So sind sie, die Nilpferde. Vielleicht werden sie aktiver, wenn sie im Hippodom mehr Platz und mehr zu tun haben…
Danach verbrachte ich eine geruhsame Dreiviertelstunde bei den Lemuren, schaute den Bambuslemuren beim Schlafen zu (die sind einfach wahnsinnig niedlich!!), den Roten Varis beim Fressen und Toben und freute mich über kurze Gastauftritte der Gürtelvaris und Rotbauchmakis.
Und wieder zurück zu den Elefanten. Tatsächlich, etwas leerer war es bei ihnen. Ich kämpfte mich nach vorne, suchte und tatsächlich, da war er: Er lag jetzt in einem gemischen Stroh- und Heuhaufen etwas weiter hinten und schlief. *seufz* So sind Säuglinge halt… Nun wollte ich ausharren, bis das Haus zugemacht wird, denn irgendwann musste er doch auch mal wieder wach werden… Zwei große Elefantinnen standen die meiste Zeit bei ihm, von denen ihn die eine immer mal mit dem Fuß einen halben Meter weiter schob, wenn sie an das Heu heranwollte. Nach einer Weile erschienen an den Gitten zwei Pfleger, die freudig von den meisten Elefanten begrüßt wurden, offensichtlich hatten sie Leckerlis dabei und waren zu Rüsselkraul-Aktionen bereit. Khin Yadanar Min und seine Bewacherinnen allerdings rührten sich nicht von der Stelle. Gegen 17:45 Uhr dann stand er auf – allerdings war er zu diesem Zeitpunkt von ungefähr fünf erwachsenen Elefanten umgeben, was bedeutete: Man sah gar nichts. Und eine Minute später schallte eine laute Stimme durch das Gebäude: “Das Elefantenhaus wird jetzt geschlossen!”
Tja. So war das. Da muss ich wohl bald wieder gucken, spätestens wenn die Ferien vorbei sind.
Ihr könnt derweil beim Kölner Stadt-Anzeiger ein paar Bilder angucken, die beweisen, dass er manchmal auch wach ist:
http://www.ksta.de/html/fotolines/1247853628840/rahmen.shtml?1
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 Erdmännchen mit Jungtier
Kaum ein Zoo, in dem es sie nicht gibt: Erdmännchen. Und immer steht eine Horde Kinder drumherum und auch die Erwachsenen können sich oft kaum losreißen. In Köln haben wir eine besonders schön große Gruppe und sie sind ganzjährig zu sehen. Wenn es eigentlich zu kalt für sie ist, stehen große Tonschalen und Körbe bereit, die mit Wärmelampen bestrahlt werden. Da sitzen sie dann dicht gedrängt, bis ihnen wieder warm genug ist, um Löcher zu graben und zu tun, was Erdmännchen eben sonst so tun. Im Moment ist der Andrang besonders groß, denn sie haben Babys. Da sind die Kinder dann komplett außer sich!
Erdmännchen kommen aus den südlichen Ländern Afrikas und leben dort in Savannen und Halbwüsten. Gern übernehmen sie die Bauten anderer Tiere, z. B. von Erdhörnchen. Während die meisten nach Nahrung suchen, halten einige Tiere immer Wache, das sind die, die aufrecht stehen (so hat man als Winzling einen besseren Überblick) und sich umsehen. In Afrika ernähren sie sich hauptsächlich von Insekten, sonst noch von anderen kleinen Tieren. Im Zoo werden sie oft mit toten Mäusen und dergleichen gefüttert.
 Erdmännchen im Kölner Zoo
Erdmännchenjunge müssen erst lernen, wie man Beute macht – wenn sie etwas größer sind, bringen die Eltern Tiere mit, die noch halblebendig sind, damit die Kleinen lernen, wie man damit umgehen muss, gerade bei giftigen Tieren. Gegen das Gift etlicher Insekten und Arachnidae sind sie immun. In ihrer Heimat ziehen die Tiere weiter, wenn sie alles aufgefressen haben, was im Umfeld des Baus lebt.
Meistens hat nur das Alpha-Paar der Gruppe Jungtiere. Die Kleinen werden aber auch von anderen Tieren als den Eltern beaufsichtigt und niedrigrangige Weibchen geben sogar Milch für die Jungen des Alpha-Paares.
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Der Kölner Zoo beteiligt sich an zwei Tierschutzprojekten zur Erhaltung der Przewalski-Pferde, eines in Ungarn und eines in China. Dort werden die Pferde, die nur durch die Arbeit von Zoos und Naturschutzeinrichtungen vom Aussterben bewahrt wurden, wieder ausgewildert. Auswildern ist dabei vielleicht nicht der ganz richtige Begriff, denn nur in Reservaten und Naturschutzgebieten kann man einigermaßen sicher sein, dass die Tiere auch wirklich überleben.
Der Kölner Zoo ist recht erfolgreich in der Zucht dieser Pferde und auch in diesem Jahr hat am 3. Mai wieder ein kleiner Hengst das Licht der Welt erblickt.
 Der kleine Przewalski Hengst, geboren am 3. Mai 2009
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 Bison-Jungtier im Zoo Köln
Da stapfte ich heute bei Regen durch den Zoo, nach etwa einer Woche Abstinenz und wurde am Ende meines Rundgangs sehr belohnt. Nachdem ich erst den kleinen Hengst der Przewalski-Pferde entdeckte und fotografierte (kommt morgen), lag bei den Bisons ein noch kleineres Kälbchen herum. Es ist ein kleines Mädchen und wurde erst vorgestern geboren, am 13. Mai 2009. Die Mama leckte es die ganze Zeit ab, und das fand ich auch weise, schließlich war es zwar nicht kalt, aber doch sehr ungemütlich.
Bisons waren früher einmal fast ausgerottet. Im 19. Jahrhundert wurde Bisonleder für Schuhsohlen verwendet und nach dem Deutsch-Französischen Krieg statteten alle europäischen Länder ihre Soldaten mit neuem Schuhwerk aus. Später wurden viele Tiere einfach niedergemetzelt, um den Indianern die Lebensgrundlage zu nehmen. Heute gibt es dank mehrerer Schutzgebiete etwa 350.000 Tiere – ein recht solider Bestand.
Und wo wir schon bei Kälbchen sind: Die Tragezeit ist mit neun Monaten genauso lange wie bei Menschen. Anders als Menschenkinder wiegt ein kleiner Bison bei der Geburt allerdings schon 30 Kilo – da vertut man sich, ich hätte die kleine Bison-Dame im Zoo auf höchsten 20 Kilo geschätzt!
 Weibliches Bison-Kalb im Kölner Zoo - die Kleine ist gerade zwei Tage alt
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Auf die Gefahr hin, euch zu Tode zu langweilen – ich hab nochmal Bilder von dem Roten Vari Jungtier gemacht. Mittlerweile informiert uns der Zoo auch über ihn: Es ist ein Männchen, er wurde am 28. März 2009 geboren, die Mutter ist Tahvia (falls ich die Handschrift richtig deute) und 12 Jahre alt, der Vater ist Octave (?) und 11 Jahre alt. :-)
Mittlerweile ist er auch tagsüber quicklebendig und kann gar nicht aufhören, herumzuturnen. Sein Fell ist schon genauso gefärbt, wie das der großen Varis, mit den rot-plüschigen Teddybär-Ohren, dem weißen Fleck im Nacken und der dunkle Schwanz wird auch immer flauschiger.
Die Bilder sind nicht toll, dazu ist das Licht im Madagaskar-Haus einfach zu schlecht und die Scheiben vor den Gehegen tun ihr Übriges, aber ihr könnt sicher genug erkennen, um zu verstehen, warum ich ihn so gern besuche.
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 Amerikanisches Blog: ZooBorns
Im amerikanischen Blog ZooBorns geht es um Nachwuchs aus den Zoos rund um die Welt. Jeder, der gern Fotos von Tierbabys anschaut, wird sicher Spaß an der Site haben. Dabei ist es völlig egal, ob es um kleine Vögel, Säugetiere oder sonstige Winzlinge geht.
Meine persönlichen Favoriten sind:
Giraffe aus LA
Leopardenwinzlinge
Seepferdchen
ein Kattababy
ein kleiner Brauner Maki
Aber eigentlich sind sie wirklich alle sehenswert – hier wird auf gute Fotografien und Videos geachtet.
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Als ich letzte Woche zu den Lemuren, meinen Lieblingen, wollte, war das Madagaskar-Haus geschlossen – wegen Geburt! Ich schlich um das Haus und schaute allen Varis und anderen Lemuren zu, die draußen herumturnten, bis ich einen Pfleger erwischte, den ich befragen konnte. Bei den Roten Varis hatte es Nachwuchs gegeben, sagte er mir.
 Baby des Roten Varis im Kölner Zoo
Also war ich gespannt auf den Moment, wenn das gemeine Volk auch den Mini-Vari bewundern durfte. Am Dienstag war ich dann im Haus, konnte aber nichts verdächtiges entdecken. Gestern dagegen war es endlich so weit. Die Vari-Mama war gleich im Käfig rechts neben dem Eingang untergebracht und ihr Nachwuchs saß neben ihr und guckte mit seinen runden bläulichen Augen die Besucher an.
So richtig hübsch ist das Kleine nicht und ich hätte auch nicht erkannt, was es mal werden soll! Auf jeden Fall hampelt es schon ganz schön herum und drohte einmal auch von seinem Brett zu fallen: Es hielt sich nur noch mit den Vorderfüßchen fest und strampelte entsetzlich mit den Hinterbeinen. Die Mama ließ es ein paar Sekunden zappeln, dann schnappte sie es erst mit ihren Händen, nahm es dann ganz in die Schnauze und setzte es ganz sicher hinten an die Wand. Zur Sicherheit schlang sie noch den Schwanz um ihr Kind und dann war erstmal Ruhe im Karton! ;-)
Wer ein deutliches Bild eines Vari-Babys sehen möchte, dem empfehle ich dieses hier:
http://www.flickr.com/photos/94554340@N00/497553073/
Übrigens: so sehen Rote Varis beim Schlafen aus (siehe unten). Kein Wunder, dass man im Lemuren-Haus fast jeden Tag ein Kind trifft, das entsetzt ruft: “Guck mal, da ist ein totes Tier!”
 Schlafende Rote Varis
Der Rote Vari ist der größte der echten Lemuren. Er lebt auf der Masoala-Halbinsel im nordöstlichen Madagaskar. Rote Varis leben in Gruppen von 2 bis 20 Tieren und fressen Obst, Blätter und Nektar. Ihr Bestand ist nur noch sehr klein.
Links:
http://www.bristolzoo.org.uk/learning/animals/mammals/red-lemur
http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Varecia_rubra?uselang=de
http://lemur.duke.edu/animals/redruffed/
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