Archiv für die Kategorie: “Tagesgeschehen im Zoo”

Was sind denn das für Geräusche und Erschütterungen?!?!

Was sind denn das für Geräusche und Erschütterungen?!?!

Ihr könnt sie wahrscheinlich nicht mehr sehen, aber ich habe sie doch so lieb, deswegen habt Nachsehen, wenn es schon wieder um Bambuslemuren geht!

Heute war endlich wieder sonniges Wetter, also bin ich schnell in den Zoo gegangen. Im Lemurenhaus war nichts los, das hatte ich erwartet – vor 15 Uhr werden die nicht richtig wach. Aber es war ein Mann da, der eine Leiter ans Haus lehnte und oben irgendwas arbeitete, und dieses Leiter-Geräusch hat die Lemuren doch sehr irritiert.

Die Bambuslemuren, die ja sowieso manchmal etwas sparsam gucken (die armen brauchen ihre gesamte körperliche Leistung eigentlich zum Verdauen des nicht besonders leicht aufspaltbaren Bambus), wurden von diesen ungewohnten Geräuschen jäh aus dem Schlaf gerissen und dann auch gut eine Viertelstunde wach gehalten. Schockschwerenot!

Bambuslemur

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Herbstliche Deko im Kölner Zoo

Herbstliche Deko im Kölner Zoo

Der Herbst erfreut uns ja nun doch recht häufig mit schönem Wetter und natürlich herrlichen Farben.

Im Zoo sorgen die Gärtner dafür, dass immer noch viel grünt und blüht – die Beete werden ja ständig umgestaltet. Aber auch die pflanzlichen Dauergäste ziehen sich jetzt teilweise recht bizarre Kleider an.

Ich bin schon sehr gespannt, wie es wohl im Winter im Zoo sein wird – meine Jahreskarte habe ich ja im März gekauft, da war es schon sehr frühlingshaft. Notfalls muss ich halt in den Häusern herumlungern, da gibt es ja einige: Menschenaffen, Elefanten, Südamerika, Madagaskar, Giraffen, Nilpferde – habe ich etwas vergessen?

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Marsch der Brillenpinguine

Marsch der Brillenpinguine

In Münster leben Brillenpinguine in einer nicht besonders dollen Anlage. Einmal am Tag verlassen einige von ihnen ihre Gehege, um zusammen mit zwei Pflegern eine Runde durch die dafür versammelte Menschenmenge zu drehen.

Die Pfleger achten darauf, dass die Menschen sich nicht hinhocken oder den kleinen Gesellen zu nah kommen – die Besucher müssen sich nur an dieser Veranstaltung erfreuen.

Obwohl der Hauptzweck natürlich ist, Menschen zu begeistern, schadet ein kleiner Spaziergang die Pinguinen gar nicht – wie die meisten Zootiere bewegen sie sich sonst eher zu wenig.

Pinguinmarsch im Allwetterzoo Münster

Pinguinmarsch im Allwetterzoo Münster

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Zoobesucher füttern die Elefanten

Zoobesucher füttern die Elefanten

Der Allwetterzoo Münster hat sich ein besonderes Schmankerl ausgedacht: Die Besucher können selbst Elefanten füttern. Das ist natürlich der Hammer! Da können Kinder und Erwachsene gar nicht schnell genug herbeirennen! Gegen eine kleine Spende, die an Umweltschutzprojekte in Asien geht, darf man sich aus Kübeln mit Möhren, Gurken und Brot bedienen. Drei der Elefanten haben sich derweil so aufgestellt, dass sie mit ihren Rüsseln bis zu den Besuchern reichen können. Mehrere Tierpfleger passen auf, dass Menschen und Elefanten sich gegenseitig nichts tun.

Es ist faszinierend, den Elefantenrüssel einmal so aus der Nähe anschauen zu können. Man legt ja seine Futtergaben sozusagen auf die Nasenlöcher. Die Haut ist ganz rau und ziemlich hart und überall wachsen recht lange Haare. Der Elefant wartet geduldig, bis man drei oder vier Gemüsestückchen so platziert hat, dass er mit einem Griff alles ins Maul schieben kann und dann legt er den Rüssel anderen Zuschauern hin. Ein großer Spaß und eine tolle Idee!

Elefanten füttern macht Kindern und Erwachsenen Spaß

Elefanten füttern macht Kindern und Erwachsenen Spaß

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Hier waren sonst die Zwergpinguine, rechts fehlt schon das Dach

Hier waren sonst die Zwergpinguine, rechts fehlt schon das Dach

Lang genug standen das ehemalige Eisbärengehege und der Bereich der Seehunde leer. Zwischen den Humboldt-Pinguinen und den Zwergpinguinen ging man unter einem Dach entlang, so dass es bei den Zwergpinguinen immer dunkel war. Dieses Dach ist schon verschwunden. Das Eisbärengehege beherbergt jetzt die Vögel, die an der Flugshow teilnehmen und irgendwas passiert auch mit dem Seehundebecken – juhuu – es kann nur schöner werden! :-)

Wusstet Ihr, dass die Zoos mit ihren Umbauten oft große Probleme haben, nicht nur weil sie teuer sind, sondern weil die alten Gehege und Gebäude, egal wie hässlich, oft unter Denkmalschutz stehen?

Hier lebten vor langer Zeit die Seehunde

Hier lebten vor langer Zeit die Seehunde

Die Zwergpinguine sind im Moment nicht zu sehen, ich hoffe, sie kommen nach der Umgestaltung zurück!

Erstaunlich, dass der Zoo trotz des teuren Hippodoms Geld für diese Umbauarbeiten hat.

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Neue Lernstationen: Viel Energie, um Blut ins Giraffenhirn zu pumpen

Neue Lernstationen: Viel Energie, um Blut ins Giraffenhirn zu pumpen

Überall im Zoo stehen jetzt neue Lernstationen herum, auf denen man nicht nur etwas über die Tiere lesen kann – übrigens geht es immer um Energie, der Bezug zur Rheinenergie, die ja den Bau des Hippodoms sponsert, ist klar – sondern oft auch kleine Versuche  machen kann.

Da erfährt man, dass Erdmännchen nachts ihre Körpertemperatur um ein Grad senken und dann morgens Sonne “tanken”, um sich wieder aufzuwärmen. Und dass auch die Heizung, um ein Grad gesenkt, deutlich weniger Gas oder Öl verbraucht. Oder dass ein Gepard bei seinen sagenhaften Geschwindigkeiten wesentlich mehr Energie verbraucht als ein Bär beim gemütlichen Vorankommen. Oder dass ein Flamingo weniger Wärme verliert, indem er nur auf einem nackten Bein steht, das nicht durch Federn isoliert ist, während der Marabu extra über die Beine kühlt. Oder dass der Giraffenkörper enorm viel leistet, indem der Kreislauf Blut in den hoch gelegenen Kopf pumpt.

Diese Stationen werden nicht nur von den Kindern gut angenommen, die allerdings auch an den reinen Informationstafeln herumzerren und das interaktive Element suchen, sondern auch von allen anderen Zoobesuchern.

Jung und Alt interessiert sich für die neuen Stationen

Jung und Alt interessiert sich für die neuen Stationen

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Wie kommt man nur mit dem kurzen Rüsselchen bis ins Wasser?

Wie kommt man nur mit dem kurzen Rüsselchen bis ins Wasser?

Ich habe den kleinen Khin Yadanar Min mittlerweile mehrmals gesehen und bin sehr begeistert von ihm. Nicht nur ist er einfach winzig klein (im Vergleich zu den “großen” Kindern und vor allem zu den erwachsenen Elefanten), er ist auch unglaublich niedlich. Eifrig bemüht er sich, seiner Mutter und den anderen Elefanten alles nachzutun.

Als Mama einmal Zweige fraß, wollte er das auch. Das Problem (abgesehen davon, dass er wohl noch ausschließlich Muttermilch zu sich nimmt, oder?) war, dass er zwar den Zweig im Rüssel hatte und den auch ins Maul schob, aber dann hatte er den Rüssel im Maul und dann?? Auch beim Wasser trinken hat er ein ähnliches Problem. Hat er sein Mini-Rüsselchen mal lang genug ausgestreckt, um auch bis zum Wasser zu reichen und etwas von dem kühlen Nass eingesogen, dann stopft er anschließend eine Rüsselschlinge ins Maul und das Wasser tropft von da aus überall hin… Naja, er hat ja noch Zeit das zu üben.

Überaus entzückend ist es auch, wenn er sich mit etwas beschäftigt hat und dabei nicht bemerkt hat, dass Mama inzwischen weiter gegangen ist. Sobald es ihm auffällt, galoppiert er ganz eilig zu ihr. Galoppierende Elefanten sieht man wirklich nur in diesem Alter. Selbst Marlar, die sich auch gern rennend austobt, hat nicht mehr diesen hoppelnden Laufstil.

Der kleine Khin Yadanar Min im Kreis seiner weiblichen Verwandten

Der kleine Khin Yadanar Min im Kreis seiner weiblichen Verwandten

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Unsere Elefantenkinder im Kölner Zoo sind ja jetzt alle schon zwei oder drei Jahre alt, da war es Zeit, dass sich Nachwuchs einstellte. In der Nacht vom 26.7. auf den 27.7. hat die 14-jährige Elefantendame Aye Shan May den kleinen Khin Yadanar Min auf die Welt gebracht.

Zwischen den Rüsseln und Vorderbeinen der Großen liegt der Kleine und schläft

Zwischen den Rüsseln und Vorderbeinen der Großen liegt der Kleine und schläft (auf das Bild klicken, dann wird's größer)

Anfang der Woche wollte ich mir den Kleinen auch mal ansehen und traute mich trotz Ferien und Sonnenschein in den Zoo, was hart bestraft wurde. Es war rappelvoll (wie nicht anders zu erwarten) und abgesehen von einer kleinen Pause bei dem badenden Grizzly stürzte ich fast ohne stehenzubleiben Richtung Elefantenpark.

Naja gut, einmal machte ich Halt bei dem ohrenbetäubenden Gebrüll, das aus dem Gehege der Rotbauchtamarine drang. Wer Rotbauchtamarine kennt, weiß, dass sie ein hohes Zirpen von sich geben. Der Krach stammte von zwei Brüllaffen, die man ausquartiert hatte (weil sie solch ein Geschrei machen?) und die gemeinsam ihrem Namen alle Ehre machten.

Ok, weiter zum Elefantenpark. Die ganze Gruppe war drinnen – wahrscheinlich soll der Kleine noch nicht so oft raus. Das geht in Köln, denn drinnen haben sie ja etwa so viel Platz wie “normale” Zoo-Elefanten sonst im gesamten Gehege. Natürlich waren alle Aussichtsplattformen rappelvoll. Nach geraumer Zeit konnte ich mir einen Platz vorn ergattern und sah dann den kleinen Elefanten in einem Heuhaufen liegen. Offensichtlich war er SEHR müde, denn er regte sich nicht. Er sah trotzdem niedlich aus, aber weil auch viele andere Menschen gern einen Blick erhaschen wollten, verließ ich das Elefantenhaus und schmiedete den tollen Plan, gegen 17 Uhr, eine Stunde vor Schluss, nochmal wiederzukommen. Bis dahin leert sich der Zoo immer sehr.

Die großen Bambuslemuren waren genauso müde

Die großen Bambuslemuren waren genauso müde

Weiter zu den Nilpferden, bei denen ich zusehen durfte, wie Albert aus dem Wasser auftauchte, um seine Damen zu bekoten und dann wieder im kühlen Nass zu verschwinden. So sind sie, die Nilpferde. Vielleicht werden sie aktiver, wenn sie im Hippodom mehr Platz und mehr zu tun haben…

Danach verbrachte ich eine geruhsame Dreiviertelstunde bei den Lemuren, schaute den Bambuslemuren beim Schlafen zu (die sind einfach wahnsinnig niedlich!!), den Roten Varis beim Fressen und Toben und freute mich über kurze Gastauftritte der Gürtelvaris und Rotbauchmakis.

Und wieder zurück zu den Elefanten. Tatsächlich, etwas leerer war es bei ihnen. Ich kämpfte mich nach vorne, suchte und tatsächlich, da war er: Er lag jetzt in einem gemischen Stroh- und Heuhaufen etwas weiter hinten und schlief. *seufz* So sind Säuglinge halt… Nun wollte ich ausharren, bis das Haus zugemacht wird, denn irgendwann musste er doch auch mal wieder wach werden… Zwei große Elefantinnen standen die meiste Zeit bei ihm, von denen ihn die eine immer mal mit dem Fuß einen halben Meter weiter schob, wenn sie an das Heu heranwollte. Nach einer Weile erschienen an den Gitten zwei Pfleger, die freudig von den meisten Elefanten begrüßt wurden, offensichtlich hatten sie Leckerlis dabei und waren zu Rüsselkraul-Aktionen bereit. Khin Yadanar Min und seine Bewacherinnen allerdings rührten sich nicht von der Stelle. Gegen 17:45 Uhr dann stand er auf – allerdings war er zu diesem Zeitpunkt von ungefähr fünf erwachsenen Elefanten umgeben, was bedeutete: Man sah gar nichts. Und eine Minute später schallte eine laute Stimme durch das Gebäude: “Das Elefantenhaus wird jetzt geschlossen!”

Tja. So war das. Da muss ich wohl bald wieder gucken, spätestens wenn die Ferien vorbei sind.

Ihr könnt derweil beim Kölner Stadt-Anzeiger ein paar Bilder angucken, die beweisen, dass er manchmal auch wach ist:
http://www.ksta.de/html/fotolines/1247853628840/rahmen.shtml?1

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