Archiv für die Kategorie: “Tagesgeschehen im Zoo”
 Plakat zur Orang-Utan-Kunst-Aktion
In Köln lebt eine Zweier-WG von Orang-Utan-Damen. Beide sind betagt, eine ist in Köln geboren und aufgewachsen, die andere kam 2008 in den Kölner Zoo. Orang-Utans sind, anders als z. B. Gorillas, nicht so furchtbar gesellig. In freier Natur sind sie meistens einzeln anzutreffen, entweder in einem “eigenen” Revier oder als Wanderer. Männchen vertragen sich selten miteinander, Weibchen allerdings ziehen auch mal zu zweit durch den Wald, um dann nach einigen Tagen wieder getrennter Wege zu gehen. Sumatra-Orang-Utans sind generell sozialer als ihre Kollegen aus Borneo und leben auch mal in größeren Gruppen zusammen.
Tilda wurde im Krefelder Zoo als einzelnes Tier gehalten, das ist auch nicht ideal. Man war deswegen froh, dass sie sich mit Lotti aus Köln gut verstand. Die beiden bilden nun eine Senioren-WG.
Die 42jährige Tilda hat eine interessante Karriere hinter sich. Sie arbeitete in ihrer Jugend in einem Varieté, zog dann im Tierpark Studen sechs Jungtiere auf und siedelte schließlich nach Krefeld um. Da sie dort allein lebte, boten ihr die Pfleger allerhand Beschäftigungen an, z. B. Malen. Das hat sich die Kölner Orang-Utan-Dame Lotti von ihr abgeguckt und Zoodirektor Theo Pagel nutzt die Kunstwerke jetzt als Einnahmequelle für die Renovierung des Südamerika-Hauses, eines der historischen Zoo-Gebäude.
 Eines der Bilder der Kölner Orang-Utan-Malerinnen
Es werden derzeit nur zwei Außen-Anlagen des Hauses benutzt, in denen die Bartaffen wohnen, die demnächst in die Nähe der Orang-Utans umsiedeln sollen sowie die Rotbauchtamarine. Nach dem Umbau sollen diverse Affen, Vögel und Faultiere in dem Haus leben.
Übergangsweise ist das Südamerika-Haus wieder geöffnet, um Lottis und Tildas Kunstwerke zu präsentieren. Die Bilder können für 150 bzw. 250 EUR (je nach Größe) gekauft werden. Anke Kammann (0221 / 778 51 85; kammann-zoofreunde@koelnerzoo.de) nimmt Gebote entgegen.
 Das historische Südamerika-Haus im Kölner Zoo
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Ebenso wie in anderen Zoos dürfen sich unsere Seelöwen ihr Essen verdienen. Dürfen? Ja klar! Seelöwen sind sehr intelligent und haben es in ihrem relativ kleinen Becken viel zu langweilig. Zum Glück sind sie gesellig und können sich miteinender die Zeit vertreiben. Aber so ein Training verkürzt die Zeit und macht Spaß. Und dann gibts auch noch leckere Fische zur Belohnung – perfekt! Übrigens ist eine größere und artgerechte Unterbringung geplant, aber das kann noch ein paar Jährchen dauern.
Bei uns in Köln gibt es Seelöwen in jedem Alter – ein Kleiner ist dabei, der erst im letzten Jahr zu Welt kam (noch ein Baby ist unterwegs) und Möhrchen ist schon etwas älter, ich hab vergessen wie alt, aber irgendwas in den 20ern.
Im Moment dauert die Fütterung ewig, weil die Herren und Damen Seelöwen eigentlich Paarung und dergleichen im Kopf haben, Frühlingsgefühle halt. Diese Bilder stammen noch aus glücklicheren Zeiten, da haben sie ihre Tricks nur so aus dem Ärmel gezaubert.
Am niedlichsten finde ich eigentlich, wenn eine Seelöwin den Hai macht – dazu legt sie sich seitlich ins Wasser und streckt eine Flosse nach oben und das macht sie eigentlich immer, wenn jemand etwas von ihr will. ;-) Keine Ahnung, ob es zum Training dazugehört, dass sie das dauernd macht. Eine nimmt nämlich beim Ringe-Apportieren auch den Ring nicht ins Maul, sondern legt ihn locker über die Schnauze – das ist eindeutig antrainiert, wie man spätestens nach dem zweiten Versuch sieht, wenn der Trainer sagt, sie solle sich schämen und die Seelöwin dann reagiert, indem sie die Flossen vor das Gesicht hält. :-)
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Eine Seelöwin trägt ihren Ring anders als die anderen
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Bälle holen dauert lange – Balancieren ist schwer
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Irgendwann klappt’s dann :-)
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Die Matschie-Baumkängurus leben bei uns im Tropenhaus, das aus einem großen offenen Bereich besteht, in dem viele Vögel frei herumfliegen und einem hinteren, in dem die Weißhandgibbons untergebracht sind, einige Vögel, eine gigantische Tigerpython und die putzigen Kängurus.
Die Tiere sind dämmerungs- und nachtaktiv, tagsüber sind sie auch bei uns im Zoo nicht besonders lebhaft – ihre Bewegungen, die gleichzeitig geschickt und plump wirken, haben oft die Geschwindigkeit von Faultierbewegungen.
Heute vormittag saßen sie wie hypnotisiert im hinteren Teil ihres Geheges und starrten die Tür an, hinter der sie wohl den Pfleger schon hörten. Bald trat er auch ein und wurde freudig von den Matschie-Baumkängurus begrüßt. Die Tiere sind Vegetarier und fressen Blätter, Früchte, Blüten, Gras, Baumrinde, Pflanzenwurzeln und Kräuter.
Matschie Kängurus kommen aus Neuguinea, wo sie in tropischen Bergregenwäldern in Höhenlagen zwischen 1.000 und 3.300 Metern leben. Andere Baumkängurus, die teilweise auch deutlich größer werden, nämlich bis zu 1,80 Metern lang, kommen in ebenfalls in Neuguinea und Nordost-Australien vor.
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 Baustelle für das Hippodom zwischen Madagaskar-Haus und Restaurant
Am letzten Donnerstag, dem 23. April 2009, fand die Grundsteinlegung für das Hippodom statt. Das Hippodom (nicht HippodRom!) wird das neue Zuhause für die Nilpferde, aber auch für Krokodile, Sitatungaantilopen (die bisher etwas versteckt stehen) und einige neue Tiere, z. B. sollen Rüsselspringer angeschafft werden. Der Bau wird aus viel Glas bestehen, 50 mal 60 Meter groß sein und den Besuchern ermöglichen, Krokodilen und Nilpferden beim schwimmen zuzusehen. Eine 750 Quadratmeter große Außenanlage ergänzt das Gebäude.
Noch im letzten Jahr war die Finanzierung nicht klar, aber nachdem u. a. das Energieversorgungsunternehmen RheinEnergie mit 1,5 Millionen Euro einsprang, konnte der Bau vor einigen Monaten begonnen werden.
RheinEnergie spendiert dabei auch einen Lehrpfad, in dem Zoobesucher sich über die Wasseraufbereitung und andere Details der Versorgung informieren können. Aber es geht dort nicht nur um den Zoo, sonder auch um allgemeine Informationen zu den Themen Wasserkraft, Weltenergieverbrauch oder Erzeugung von Strom aus Sonnenlicht. Für das Hippodom wurde ein Konzept entwickelt, in dem das Wasser so gefiltert wird, dass es nur noch etwa zehn Mal pro Jahr ausgetauscht werden muss. Auch die Beheizung wird durch Fernwärme vom Kölner Energieversorger übernommen.
Direktor Theo Pagel, sein Vorstandskollege Christopher Landsberg, Projektleiter Wolf Brass, Aufsichtsrats-Chef Walter Grau, Fördervereinsvorsitzender Klaus Josef Maus, RheinEnergie-Vorstand Dieter Hassel und Oberbürgermeister Fritz Schramma legten am Donnerstag den Grundstein für das Hippodom.
Wenn alles klappt – und gute Wünsche dafür wurden von allen Anwesenden geäußert – wird das Hippodom im Frühsommer 2010 fertig. In diesem Jahr feiert der Kölner Zoo dann sein 150jähriges Jubiläum.
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 Bauarbeiten beim neuen Bartaffen-Gehege
Die Bartaffen (heimisch in Südwest-Indien) wohnen derzeit in einem der auch von außen einsehbaren Gehege des Südamerika-Hauses (da passen sie geographisch natürlich gar nicht hin). Das Südamerika-Haus selbst ist geschlossen und wird (irgendwann) saniert.
Die Bartaffen sollen bald umziehen und zwar in ein Gehege bei einem der Ausgänge des Orang-Utan-Bereiches. Gestern waren mehrere Herren fleißig damit zugange, einen Zugang zum Außengehege zu legen. Es sieht also so aus, als würde es bald was mit dem neuen Zuhause! Mich würde es freuen, denn derzeit haben die armen Bartaffen keine Möglichkeit, sich draußen aufzuhalten und außerdem leben sie hinter Doppelglas und sind somit unmöglich zu fotografieren.
Wer sich schonmal ein Bild von ihnen machen möchte, surft am besten in die Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Bartaffe
Falls sich jemand wundert, dass die fleißigen Herren auf meinem Foto alle so unscharfe Gesichter haben: Da es sich um Privatpersonen handelt, darf ich ihre Bilder entweder nur mit ihrer Genehmigung veröffentlichen oder ich muss sie unkenntlich machen. Letzteres habe ich getan.
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