Mit dem Tropenhaus ist es im Winter so eine Sache. Nicht nur beschlägt meine Brille - dagegen hilft das Gebläse-Dings im Vorraum, nein nach wenigen Minuten schwitzt man in der Winterkleidung schrecklich. Auch die Kamera beschlägt und da hilft das Gebläse leider weniger, man muss warten, bis sie die Temperatur der Umgebung angenommen hat.
Ich war aber geduldig und habe auch einige hübsche Bilder gemacht - die gibt’s später.
Auf dem Weg nach draußen sprach mich dann eine Frau an, ob ich die Flughunde gesehen hätte, die hingen zu sechst nebeneinander, das habe sie noch nie gesehen.
Ähm… Ich habe immer vermutet, dass wir Flughunde im Zoo haben, weil es einen Beschreibungstext für sie gibt. Aber ich habe sie noch nie gesehen. In Münster ja, aber in Köln nicht (ich war ja auch erst rund 12 mal im Tropenhaus *schäm*). Jedenfalls hat mir die nette Frau dann gezeigt, wo sie hingen und ich habe ein paar Fotos gemacht und sie eine Weile angestarrt, in der Hoffnung, dass sie vielleicht aufwachen, aber dem war nicht so. Aber jetzt weiß ich ja, worauf ich zu achten habe, vielleicht erwische ich sie demnächst mal wach!
Flughunde kommen übrigens aus Südamerika, sind Säugetiere und ernähren sich von Obst und Blüten. Im Kölner Zoo leben Rodriguez-Flughunde, die auf der gleichnamigen Insel im Indischen Ozean vorkommen.
Hier präsentiere ich Euch einen Clip über Sandkatzen im Zoo von Cincinnati. Der Pfleger erzählt, dass es 37 Arten von Wildkatzen in der Welt gibt und dass sie in Cincinnati auf die kleineren Arten spezialisiert sind. Die im Video vorgestellten Katzen sind Sandkatzen, die in den Wüstenregionen in Nordafrika leben. Das Team des Zoos arbeitet auch dort, vor Ort, um für den Erhalt dieser Tiere zu sorgen.
Sandkatzen sind für das Leben in der Wüste geschaffen, z. B. haben sie Fell unter den Pfoten, um besser auf dem heißen Sand laufen zu können.
Wenn Ihr auf den Youtube-Link klickt, kommt ihr zu weiteren Videos des Cincinnatti Zoos, z. B. mit einer Pinguinparade, Gepardenjungen, Erdmännchen, einem Binturong und Eisbären.
Unser Madagaskar-Haus ist einfach zu klein. Der Zoo tut, was er kann - es werden ja schon viel weniger Lemuren gehalten als früher und die Gehege wurden zusammengelegt. Trotzdem ist es zu klein - gerade die Roten Varis und die Gürtelvaris können ja wahnsinnig schnell springen, klettern und laufen und tun das auch, wenn sie Platz haben. Sie tun es sogar, wenn sie keinen Platz haben. Zwischendurch herrscht ein wildes Hin- und Herspringen, rauf und runter und wenn denn mal die Türchen in das winzige Außengehege aufgehen, dann springen sie auch schnell hinaus.
Nach dem Austoben oder Fressen kehrt dann wieder Ruhe ein.
Otter sind immer hungrig - im Zoo wahrscheinlich ganz besonders, denn die Tiere sind sehr verspielt und geschäftig und haben in ihren Gehegen wohl einfach nicht genug zu tun. Klar freut man sich dann auf jede Abwechslung und dazu gehört besonders, wenn es was leckeres zu essen gibt. Das kennt man ja auch selbst von Krankenhausaufenthalten, nicht wahr? ;-)
Mein Lebensgefährte Sal musste das in der Normandie im Zoo von Jurques erleben, wo asiatische Zwergotter in ein herzerweichendes Geschrei ausbrachen, sobald sich ein Mensch näherte. Nicht umsonst waren am Otter-Gehege besonders eindringliche Warnungen angebracht, Tiere niemals zu füttern.
Unsere Otter betteln die Besucher nicht an, aber sie sind doch sehr aufgeregt, wenn die Abendbrotzeit naht - das freut die Besucher wiederum!
Auch bei uns in Köln halten wir die schnellsten Tiere der Welt, Geparde. Bei uns wandern sie allerdings nur majestätisch durch ihr Gehege, warum sollten sie auch grundlos herumrennen wie blöde? Wenn sie aber jagen, können sie für etwa 400 Meter eine Geschwindigkeit von 112 km/h erreichen!
Was ich auch nicht wusste, ist, dass man ihnen - obwohl sie natürlich zu den Katzen gehören - einige für für Canide typischen Merkmale zuspricht, z. B. die an einen Windhund erinnernde Körperform (naja!) und das Jagdverhalten. Geparde pirschen sich möglichst nah an die Beute an und versuchen sie dann mit dieser irrwitzigen Geschwindigkeit zu erreichen. 50 bis 70 % der Jagden sind mit dieser Methode erfolgreich, damit haben die Geparde die höchste Erfolgsquote bei den einzeln jagenden Raubtieren.
Übrigens gibt es Geparde in Afrika und Asien. In Asien allerdings nur noch wenige Tiere (60 bis 100 werden geschätzt) im Iran. Unsere Kölner Geparde sind Acinonyx jubatus aus dem südlichen Afrika. Ob sie dort auch mal Schnee erleben, weiß ich nicht - in Südafrika muss man in höheren Lagen durchaus auch damit rechnen.
Ringo ist jetzt ein Einzelkind, weil sein Brüderchen eine eigene Familie gefunden hat und ausgezogen ist. Das hat für seine Frauchen Vorteile: Jetzt ist nachts niemand mehr zum Spielen da, so dass es viel ruhiger geworden ist.
Dafür stürzt er sich tagsüber um so eifriger auf alle Menschen (und ihre Füße).
Außerdem fängt jetzt der Ernst des Lebens an, Ringo geht spazieren und wie! Entweder hupst er übermütig herum und schnuppert an allem, bestaunt die vielen Menschen und nimmt alles ins Schnäuzchen oder aber er sieht gar nicht ein, was er da draußen soll und winselt herzzerreißend.
Und nächste Woche kommt er sogar in die Schule! Sein Frauchen und er werden die Welpenschule besuchen - mal gucken, was die beiden da lernen! :-)
Heute war endlich mal schönes Wetter, das ich gleich nutzte, um ein paar Fotos mit meiner neuen Kamera zu machen. Gleich neben dem Zoo befindet sich die Flora und der Botanische Garten und dort machte ich etliche Aufnahmen, darunter einige von den Vögeln, die uns auch im Winter treu bleiben.
Vertreten sind ein Rotkehlchen, eine Blaumeise, eine Kohlmeise, eine Heckenbraunelle, ein Buchfink und eine Drossel. Falls mir jemand sagen kann, um welche Drosselart es sich handelt, freue ich mich.
Meine besonderen Lieblinge sind die unscheinbaren Heckenbraunellen, die man gern mal mit Spatzen verwechselt, weil die Färbung ähnlich ist. Ich lernte sie kennen, als mein damaliger Freund einmal zu mir sagte: “Auf der Terrasse sitzt ein Spatz und singt ein langes Lied.” Worauf ich sehr dumm guckte, denn singende Spatzen… also, das war mir neu! Tatsächlich konnte ich das Vögelchen dann auch beim Singen beobachten und es zwitschert wirklich ganz wunderschön. Nach genauem Beobachten fiel mir dann auf, dass es einen zarteren Schnabel hat als ein Spatz, die Färbung feiner ist und Brust und Kopf grauer sind als beim Spatz. Insgesamt ist der Körper auch rundlicher. Dann konnte ich es im Vogelbestimmungsbuch identifizieren.
Unsere Sclater’s Makis sind nicht besonders aktiv. Meistens sitzen sie irgendwo und gucken. Das können sie auch besonders gut. Warum unser Männchen so schrecklich zerrupft aussieht, weiß ich auch nicht, aber scheinbar ist er gesund. Der Sclater im Zoo von Edinburgh sieht aber noch schlimmer aus, wie man im englischen Wikipedia-Eintrag sehen kann.
Dort wird man auch belehrt, dass diese Lemuren recht aggressiv sind. Sie kämpfen innerhalb von Gruppen miteinander und in Gefangenschaft wurde schon beobachtet, dass sie die Babys anderer Lemuren töten. Ob das Einzelfälle sind, wird allerdings nicht erwähnt.
Seit einem Jahr sammele ich jetzt Impressionen aus dem Kölner Zoo, anderen Zoos und verschiedene Tier-Fundstücke, die ich im Internet finde. Ich liebe Tiere, manche ganz besonders, so wie Lemuren, und ich fotografiere sie für mein Leben gern.