Archiv für die Kategorie: “Tierarten + Gattungen”

Hier sieht man einen der Flughunde an der Bananenpflanze

Hier sieht man einen der Flughunde an der Bananenpflanze

Die Flughunde, die früher im Südamerika-Haus lebten, wohnen ja nun auch schon seit Monaten im Hippodom. Dort sind sie eher noch schlechter zu sehen, weil das Dach noch höher ist. Bei meinem letzten Zoobesuch hatten sich zwei an einen Bananenbaum gehängt und der eine putzte sich. Leider hatten sie keine Lust zu fliegen. Ich war hoch erfreut, sie einmal aus der Nähe zu sehen.

In Köln werden Rodriguez-Flughunde gehalten, die vom Indischen Ozean stammen. Wie alle Flughunde sind sie Vegetarier.

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Herzhaftes Gähnen, ehe es zum Fressen geht

Herzhaftes Gähnen, ehe es zum Fressen geht

Wie immer stattete ich den Lemuren im Madagaskar-Haus einen Besuch ab und stellte fest, dass es nun einen dritten Bambuslemur gibt. Er ist im Moment noch allein untergebracht (oder ist es einer der alten und das Paar ist neu zusammengestellt worden?). Etwas mehr Platz gibt es ja jetzt, da die Rotbauchmakis nicht mehr in Köln sind.

Als ich das Haus gegen 15 Uhr betrat, herrschte noch Mittagsruhe, aber nach und nach erwachten die meisten Tiere und begannen zu fressen und bei den Roten Varis brach die gewohnte Unruhe aus, die immer mal wieder in einem husten-artigen Gebell mündet. Übrigens bin ich dann ausnahmsweise mal für die dicken Glasscheiben dankbar, die die Besucher von den Tieren trennen. In dem niederländischen Affenzoo Apenheul stand ich mal zusammen mit einer Gruppe Roter Varis in einer Hütte, als dieser Krach losging – ich war genau mitten zwischen den Tieren. Da blieb mir nur noch, die Ohren zuzuhalten, denn das Geräusch ist wirklich laut!

Die Bambuslemuren gähnten erst einmal herzhaft und wandten sich dann dem Bambus zu, der ihnen den Namen gibt.

Sie haben übrigens unterschiedliche Techniken beim Fressen. Während der eine Blätter abzupft und gleich frisst, reißt ein anderer erst vier oder fünf Blätter mit dem Maul ab, dreht sie dann in den Händen zu einer Wurst und beißt davon ab.

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Obwohl ich sie Euch noch nie gezeigt habe, haben wir auch Zebras im Zoo, sie wohnen mit den Straußen zusammen. Als ich diese Fotos machte, kam eine Gruppe von Rentnern vorbei und erzählte, wir hätten nur junge Zebra-Hengste in Köln. Das würde natürlich die Kabbelei erklären, denn gerade männliche Tiere müssen besonders oft um die Rangordnung kämpfen.

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Bei meinem letzten Besuch im Zoo fand ein Massenkuscheln bei den Bonobos statt – mehrere Tiere lagen zusammen und halb aufeinander. Dabei war auch Binti, die Mutter des Bonobokindes, von dem ich leider immer noch nicht weiß, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist – mag mich da jemand aufschlauen? Das Kleine lag jedenfalls auf ihrem Bauch, ließ sich vom Herumwälzen der Mama nicht stören und sah sich um.

Da die Zuschauer leider keinen besonders guten Blick auf die Bonobos haben, musste ich durch Pflanzen und eine ziemlich schmutzige Scheibe fotografieren – deswegen gibt es von mir erst jetzt Bilder des Bonobo-Nachwuchses und auch diese sind nicht gerade in Top-Qualität.

Der Sichtbereich wurde übrigens deswegen eingeschränkt, weil die Bonobos stark auf die Zoobesucher reagiert haben. Eine der Scheiben ist fast ganz mit Ästen verkleidet worden und der restliche Bereich besonders gut begrünt.

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Takine sind gute Kletterer

Takine sind gute Kletterer

Im Zoo in Rotterdam traf ich auch den Takin an. Es handelt sich um ein Tier aus der Gruppe der Ziegenartigen; bei dem Aussehen darf er sich allerdings auch nicht über Namen wie “Rindergämse” wundern – er ist schwer einzuordnen!

Takine sind im Himalaya-Gebiet zu Hause, ebenso im nordöstlichen Indien, Bhutan, Nord-Myanmar und im südwestlichen China. Je nachdem wo sie vorkommen, sind sie zwischen 70 und 140 Zentimetern hoch (Schulterhöhe) und wiegen zwischen 150 und 400 Kilogramm. Männchen und Weibchen tragen Hörner. Im Sommer bilden sie große Herden, die sich im Winter in kleinere Gruppen auflösen.

Der Takin, den ich in Rotterdam fotografiert habe, ist ein Sichuan-Takin. Junge Takine sehen übrigens unheimlich niedlich aus, hier findet ihr hübsche Bilder, ebenfalls von einem Sichuan-Takin:
http://www.zooborns.com/zooborns/2011/01/baby-takin-is-king-of-the-hill-at-san-diego-zoo.html

Takin - ein merkwürdiges Tier zwischen Ziege und Moschusochse

Takin - ein merkwürdiges Tier zwischen Ziege und Moschusochse

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Klippspringer im Zoo Rotterdam

Klippspringer im Zoo Rotterdam

Darf ich vorstellen? Dies ist ein Klippspringer. Ich traf ihn im letzten Sommer im Zoo von Rotterdam. Dort gibt es ein ganzes Afrika-Haus, in dem allerhand Tiere leben, die man nicht so gut kennt, z. B. auch der Klippschliefer.

Klippspringer haben eine Schulterhöhe von knapp 60 Zentimeter, fressen ausschließlich Pflanzen, besonders gerne Sukkulenten, die sie mit genügend Wasser versorgen, so dass diese Tiere nie trinken müssen.

Die Böckchen haben Hörner, die Weibchen nicht; nur bei den ganz im Norden vorkommenden Klippspringern sind auch die Weibchen gehörnt. Die Tiere stehen auf den Spitzen ihrer Hufe und sehen damit ein bisschen wie Ballerinas aus. Wie viele Huftiere können sie hervorragend in felsigem Gelände herumklettern und springen – aus dem Stand schaffen Klippspringer bis zu 8 Metern und haben damit ihren Namen redlich verdient.

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Wer öfter mal Zoos besucht weiß, dass man sich sehr freuen kann, wenn im Löwengehege etwas passiert. Heute war in Köln so ein Tag – Herr und Frau Löwe waren munter, unterwegs und interagierten auch – yeah! Sein Gebrüll schallte mir schon bis fast zum Eingang entgegen – das sind wirklich mächtige Geräusche.

Immer wieder stellte er sich vor das Fenster zu den Zuschauern und ließ sein Brüllen dann in eine Art Husten oder Bellen übergehen.

Zwischendurch lief er seiner Frau nach (oder sie ihm) oder beide kugelten sich auf dem Boden. Dann ignorierten sie sich wieder eine Weile, liefen hin oder her und sie legte sich auch immer wieder hin.

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Bei unserer kleinen Niederlande-Reise in den Herbstferien durfte auch ein Besuch im Dierenpark Amersfoort nicht fehlen. Dummerweise wählten wir (wegen des Wetters) den Sonntag am ersten Herbstferienwochenende – da war der Zoo sehr gut besucht, um mal gnadenlos zu untertreiben.

Siamang - ein Affe aus der Familie der Gibbons

Siamang - ein Affe aus der Familie der Gibbons

Insgesamt muss man sagen, dass dieser Tierpark aus zoologischer Sicht nicht unbedingt der Renner ist. Viele Tiere kennt man natürlich aus anderen Zoos, und ihre Unterbringung ist auch nicht immer optimal. So leben z. B. die Kapuzineraffen und die Siamangs in ganz gewöhnlichen Käfigen. Dort, wo die Unterbringung origineller gestaltet ist, hat man den Eindruck, dass es dabei weniger darum geht, den Bewohnern einen besseren Lebensraum zu gestalten, sondern die menschlichen Besucher zu erfreuen, z. B. wenn man über einen Baumstamm ins Innere der Tigeranlage klettern kann oder wenn die japanischen Makaken auf einer hübschen Insel in einem See mit Springbrunnen wohnen. Damit will ich nicht sagen, dass dieser Zoo ein Hort der Tierquälerei ist – bestimmt nicht – aber die artgerechte Haltung und das Tier selbst stehen nicht im Zentrum des Interesses.

Im Nachthaus leben verschiedene Affen, Faultiere und andere Nachtaktive

Im Nachthaus leben verschiedene Affen, Faultiere und andere Nachtaktive

Das einzig wirklich faszinierende ist das Nacht-Haus, das 2003 eröffnet wurde, und in dem viele ungewöhnliche Tiere leben, die man sonst nur selten sieht. Wenn man sie denn sieht! Denn natürlich befinden sich viele Tiere auch tagsüber, sprich in der simulierten Nacht, in ihren Behausungen, z. B. bei meinem Besuch die Mausmakis. Wären nicht viele Tierpfleger vor Ort, die den Besuchern die Tiere zeigen, so würde man wahrscheinlich kaum eines sehen. Denn im Haus “De Nacht” leben einige Tiere relativ frei in größeren Räumen und in der Dunkelheit kann man sie wirklich schlecht entdecken, z. B. die Nachtaffen, aber auch die meistens regungslos dahängenden Faultiere. Fuchskusus habe ich nicht gesehen, ebenso wenig wie die Loris und einige andere Tierchen. Deswegen steht für mich fest: Ich muss einmal wochentags wiederkommen, den ziemlich gesalzenen Eintrittspreis von 18 EUR zahlen und am besten gleich mehrere Stunden in dem Haus verbringen.

Im Dinopark brüllen und bewegen sich lebensgroße Nachbildungen

Im Dinopark brüllen und bewegen sich lebensgroße Nachbildungen

Wenn nun schon nicht die Tiere im Zentrum des Interesses stehen, wer dann? Nun, die Kinder! Der Dierenpark Amersfoort ist eher ein Erlebnispark mit vielen Tieren plus Spielplätzen, einem Kindertheater, Karussells, einer Mini-Eisenbahn, Pferdewagen, kleinen Labyrinth-Anlagen und an den Gehegen immer wieder Möglichkeiten, durch eine Röhre zu robben und dann einen anderen Blickpunkt zum Tier zu haben, oder auf etwas draufzuklettern usw. Übrigens dürfen auch Hunde mit in den Zoo. Außerdem gehört zum Gelände der Dinopark, in dem lebensgroße Dino-Nachbildungen brüllen und sich bewegen.

Ich persönlich schätze dieses Konzept gar nicht. Zootiere müssen schon auf ihre Freiheit verzichten, um sozusagen als Botschafter für ihre Art dafür zu werben, dass man sie schätzt und respektiert – und ihnen hilft, zu überleben. Dieser Aspekt kommt mir in einem Vergnügungspark, der nebenher Tiere vorstellt, viel zu kurz. So lernen Kinder eher, dass diese Geschöpfe zu ihrer Unterhaltung da sind und dass man sie ebenso gut links liegen lassen kann, um sich der vielen anderen Attraktionen zu widmen.

Mehrere schöne Spielplätze

Mehrere schöne Spielplätze

Damit will ich nicht sagen, dass Zoos auf Spielplätze und dergleichen verzichten sollen. Kinder können sich nicht endlos auf eine Sache konzentrieren und müssen sich austoben können. Aber der Zoo sollte doch hauptsächlich Zoo sein und keine Kirmes mit Tierkäfigen.

Nun noch ein paar Impressionen aus dem Zoo (mehr Fotos und einen kleinen Bericht findet ihr auch auf
http://www.nl-blog.de/2010/niederlande/ausflugsziel-fur-eltern-und-kinder-zoo-in-amersfoort/:

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