Eben komme ich von meiner kleinen Stralsundreise zurück. Die sechs Tage waren wunderschön: Ich hatte perfektes Wetter, die Stadt ist herrlich und für mich ist es immer etwas Besonderes, am Meer zu sein!

Das Gehege der Kängurus dürfen Besucher betreten - als ich kam, frühstückten sie gerade
Gleich am ersten Tag habe ich den Stralsunder Zoo besucht und war erst etwas irritiert. Er liegt am Rande einer großen Plattenbausiedlung gleich gegenüber eines Einkaufszentrums. Erstmal wandert man immer parallel zu einer Hauptverkehrsstraße und blickt durch die noch laublosen Bäume auf den Parkplatz und das Zentrum. An diesem Weg sind die Gehege diverser Esel (die jedes Mal, wenn ein Feuerwehr- oder Rettungswagen mit Sirenengeheul vorbeifährt, ein ohrenbetäubendes Geblöke anstimmen), Büffel, Kängurus, die aber wegen ihres Frühstücks nicht gewillt waren und schließlich zweier Pferde, die neben einem Bauerngarten weiden. Das Gärtchen macht zu dieser Zeit auch noch nicht allzu viel her und der Blick schweift immer wieder zur Baustelle einer Mühle, die wiederaufgebaut wird. Und zum Strelapark – so der Name des Shopping-Centers.

Felsenhörnchen
Verlässt man aber erst einmal diesen Weg, so wird es schön grün und mit den hübschen Stachelschweinen auch gleich recht interessant. Bunt durcheinander erwarten den Besucher nun verschiedene Hühner, Truthahngeier, lachende Hänse und Felsenhörnchen. Und Schafe und Ziegen – ein Schwerpunkt des Zoos sind nämlich Haustierrassen. Hühner und Gänse spazieren auch überall frei herum – das hat mir sehr gut gefallen. Dazu gibt’s demnächst einen eigenen Artikel.

Polarwölfe
Zwischen Zoo und Stadtwald befindet sich dann noch ein ganz netter Weg, der einen Lehrpfad über Vögel und Nistkästen darstellt sowie einen Tastpfad mit Boxen, in die man hereingreifen kann und einen Barfußpfad, der allerdings derzeit nicht in Betrieb ist. Am Wald wurde eine Dohlenkolonie eingerichtet und die Tiere fliegen natürlich überall im Zoo herum. In der Nähe liegt auch ein relativ großes Polarwolf-Gehege.

Zebrafinken
Nach etlichen Raubvögeln, Diamanttäubchen und Zebrafinken erreichte ich eines der Highlights des Zoos, das Südamerika-Haus, in dem Weißbüscheläffchen frei herumspringen. Dazu kommt demnächst ein Extra-Artikel. Ich verbrachte bestimmt eine Dreiviertelstunde in der tropischen Wärme und beobachtete die kleine Gesellen, die übrigens kein bisschen scheu sind.
Am hinteren Rand des Zoos liegt eine Wiese, auf der zweimal wöchentlich die Zoo-Show stattfindet, auch dazu demnächst mehr. Hier ist ein auch ein großer Spielplatz zu finden sowie ein Imbiss. Nebenan befindet sich ein großer Schau-Bauernhof. Ein begehbares Ackerbürgerhaus, viele viele alte Bauerngeräte, mehr Hühner und Ziegen, ein Storchenpaar – auch dazu lest ihr hier bald mehr.

Lisztaffe
Anschließend besuchte ich die Liszt-Affen, die Schimpansen, die Löwen, den syrischen Braunbär, das Ozelot, den Luchs, das Stinktier und die Waschbären und ein großes Damwildgehege. Natürlich habe ich nun nicht alle Tiere erwähnt, aber der Zoo ist auch nicht riesig.
Er bietet eine Vielzahl an Stellen, an denen man einfach nett im Grünen sitzen kann. Der Eintrittspreis beträgt für Erwachsene 5 EUR, da kann man wirklich nicht meckern. Wer gerne Zoos besucht, sollte den in Stralsund auf jeden Fall mit auf seine Liste setzen – es ist noch nicht alles ideal, aber vieles wurde sehr liebevoll gestaltet und es gibt genug interessante Tiere und Einrichtungen, auch für Kinder. Übrigens dürfen auch Hunde mit hinein.

Luchs
Öffnungszeiten:
Oktober – Februar 9:00 Uhr – 16:00 Uhr
März – September 9:00 Uhr – 18.30 Uhr
Preise:
Erwachsene 5,00 EUR
Kinder 3,00 EUR
Im Winter ist es billiger, außerdem gibt es zahlreiche Sondertarife
Eingang:
Grünhufer Bogen
18437 Stralsund
Website des Stralsunder Zoos *klick*