Posts Tagged “Fischreiher”

Heute entdeckte ich ein Blesshuhnküken, das noch sehr klein war und winzige Stummelflügelchen hatte, aber es war auch sehr hungrig und rannte deswegen fiepsend zur Mama. Auf einmal gab es viel Flügelschlagen und schwupp, hatte ein Fischreiher das Kleine im Schnabel. Mama und Papa Blesshuhn flogen hinterher, aber gegen einen Fischreiher haben sie kaum eine Chance. Schlimm war, dass das Küken noch sehr lange zappelte…

Junge Enten ruhen sich aus

Junge Enten ruhen sich aus

Am Mantjak-Gehege schließlich tauchte der Reiher das Vögelchen ins Wasser und begann es dann hinunterzuschlucken. Neben mir erschien eine Frau und sagte etwas in der Art von “der Mistkerl!” zu mir und einmal im Leben war ich schlagfertig und antwortete sofort: “Sind sie Vegetarier?” Sie: “Nein!” Ich: “Er auch nicht!” Nach kurzem Hin und Her über die Unterschiede zwischen Küken (von Reihern geschätzt) und Lämmchen und Kälbchen (von Menschen geschätzt) gestand ich ihr dann gerne ein, dass ich das auch nicht gerade “schön” finde. Aber man kann es dem Reiher schlecht übelnehmen, finde ich. Ich machte mir dann so meine Gedanken über den Verbleib der Entenküken von neulich, die ich bisher nicht wiedergesehen hatte und war dann sehr sehr erfreut, am Ende meines Rundgangs dieses Bild vorzufinden – mindestens ein siebtes Küken (von ursprünglich zehn) gibt es auch noch, das lag etwas abseits.

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Graureiher im Kölner Zoo

Graureiher im Kölner Zoo

Wer im Zoo zum Himmel schaut, wird früher oder später einen der freiwilligen Einwanderer des Zoos zu Gesicht bekommen. In allen Bäumen brüten im Moment Graureiher. Kein Wunder, gibt es doch schöne, hohe Bäume, viele Gewässer und jede Menge Futter. Letzteres wird gern den regulären Bewohnern vor der Nase weggeschnappt. Bei der Pinguin-Fütterung ist z. B. jedes Mal ein Reiher zugegen, der schnell wegschnappt, was andere nicht sofort aufsammeln.

Graureiher werden auch Fischreiher genannt und waren in den 1970er Jahren recht selten geworden. Seither stehen sie unter Schutz und die Population hat sich gut erholen können. Hier in Köln sieht man sie überall wo es Wasser gibt, z. B. auch im Blücherpark. Die größten deutschen Kolonien befinden sich aber in Norddeutschland.

Das Nest in den Baumwipfeln ist eine etwas unordentliche Ansammlung von Stroh und Zweigen, was man in Köln gut beobachten kann. Laut Wikipedia streiten sich nestbauende Graureiher um Nistmaterial und plündern gegenseitig die halbfertigen Nester. Dagegen wehren sie sich gemeinsam gegen Krähen, die es übrigens im Zoo auch in großer Menge gibt.

Der Zoo Basel hat auch Besuch von diesen Vögeln und dokumentiert ihn mit schönen Fotos.

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