Posts Tagged “Madagaskar”

Herzhaftes Gähnen, ehe es zum Fressen geht

Herzhaftes Gähnen, ehe es zum Fressen geht

Wie immer stattete ich den Lemuren im Madagaskar-Haus einen Besuch ab und stellte fest, dass es nun einen dritten Bambuslemur gibt. Er ist im Moment noch allein untergebracht (oder ist es einer der alten und das Paar ist neu zusammengestellt worden?). Etwas mehr Platz gibt es ja jetzt, da die Rotbauchmakis nicht mehr in Köln sind.

Als ich das Haus gegen 15 Uhr betrat, herrschte noch Mittagsruhe, aber nach und nach erwachten die meisten Tiere und begannen zu fressen und bei den Roten Varis brach die gewohnte Unruhe aus, die immer mal wieder in einem husten-artigen Gebell mündet. Übrigens bin ich dann ausnahmsweise mal für die dicken Glasscheiben dankbar, die die Besucher von den Tieren trennen. In dem niederländischen Affenzoo Apenheul stand ich mal zusammen mit einer Gruppe Roter Varis in einer Hütte, als dieser Krach losging – ich war genau mitten zwischen den Tieren. Da blieb mir nur noch, die Ohren zuzuhalten, denn das Geräusch ist wirklich laut!

Die Bambuslemuren gähnten erst einmal herzhaft und wandten sich dann dem Bambus zu, der ihnen den Namen gibt.

Sie haben übrigens unterschiedliche Techniken beim Fressen. Während der eine Blätter abzupft und gleich frisst, reißt ein anderer erst vier oder fünf Blätter mit dem Maul ab, dreht sie dann in den Händen zu einer Wurst und beißt davon ab.

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Großer BambuslemurDie Körperhaltung, die ihr hier seht, entspricht einer Yoga-Übung, die ich als “Twist” kenne. Nicht dass ich damit sagen will, dass die Lemuren Yoga machen. Gerade die Bambuslemuren sind aber sicher ein gutes Vorbild für so manchen Yogi, scheinen sie doch (fast) ständig zu meditieren ;-)

Dieses Mal haben sich die Bambuslemuren sehr aktiv gezeigt. Sie gingen in ihr Außengehege und kamen wieder zurück hinein, sie stritten sich und sie betrieben Fellpflege, wie man im animated gif unten gut sehen kann. Vielleicht können wir ja doch einmal Nachwuchs erwarten, das wäre schön!

Pfellflege bei den Bambuslemuren

Fellpflege bei den Bambuslemuren - anklicken, um das "Video" zu sehen

Artikel mit ähnlichen Themen:
http://zoo.blog-haus.net/2009/12/gurtelvari/
http://zoo.blog-haus.net/2009/10/allwetterzoo-munester-katta-insel/
http://zoo.blog-haus.net/2009/06/rotbauchmakis/
http://zoo.blog-haus.net/2009/07/grosse-bambuslemuren/

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Setzt euch mit einem Klick für das Duke Lemur Center ein

Setzt euch mit einem Klick für das Duke Lemur Center ein

Pepsi veranstaltet eine Aktion, bei der Geld für gute Zwecke gestiftet wird. Das Duke Lemur Center in den USA, das sich für den Erhalt der Lemuren auf Madagaskar einsetzt, nimmt teil. Wenn Ihr auch dazu beitragen wollt, dass Lemuren außerhalb von Madagaskar weiter gezüchtet werden und gleichzeitig auf Madagaskar geforscht und Umweltschutz betrieben wird, dann tragt doch auch mit einem Klick dazu bei, dass das Duke Lemur Center 50.000 $ von Pepsi bekommt. Allerdings muss man sich dafür einloggen, darf dann aber auch mehrmals mitwählen, auch für unterschiedliche Projekte.

Hier könnt ihr eure Stimme abgeben: http://www.refresheverything.com/thepathtosavinglemurs

Und hier findet Ihr den Artikel aus dem Duke-Lemur-Center-Blog, in dem sie auf die Aktion hinweisen:
http://dukelemurcenter.blogspot.com/2010/02/you-can-help-save-lemurs.html

Dort könnt Ihr auch das hier verwendete Bild in groß anschauen.

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Blog des Duke Lemur Centers in den USA

Blog des Duke Lemur Centers in den USA

Als beinharter Lemuren-Fan lese ich mit Begeisterung den Blog des Duke Lemur Centers. Das Zentrum befindet sich in den USA, genauer gesagt in Durham, North Carolina. In einem größeren Waldgrundstück leben etwa 250 Tiere. Die meisten sind Lemuren (die nur auf Madagaskar vorkommen), es werden jedoch auch einige Loris aus Asien und Bushbabys aus Afrika gehalten.

Das Ziel des Duke Lemur Centers ist dabei die Erforschung dieser Tiere und die Unterstützung beim Schutz und der Arterhaltung. Was mir an dem Blog gut gefällt ist, dass hier verschiedene Mitarbeiter von ihrem Arbeitsalltag berichten. Auch wenn oft wissenschaftliche Themen transportiert werden, ist der Schreibstil immer sehr locker und angenehm zu lesen. Außerdem erdreisten sich selbst hochrangige Wissenschaftler, darauf hinzuweisen, wie “cute” die Tiere seien. ;-)

Der aktuelle Blogbeitrag erzählt übrigens von der schwierigen Reise, die neun Mausmakis aus Frankreich machen mussten, ehe sie im Duke Lemur Center ankamen, um dort bei der Forschung und Zucht zu helfen (die bisher in den USA lebenden Mausmakis sind nämlich mittlerweile zu alt, um noch Nachwuchs zu bekommen).

Link:  http://dukelemurcenter.blogspot.com/

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Rotbauchmaki-Weibchen

Rotbauchmaki-Weibchen

Heute war ein Glückstag – ich habe sie gesehen. Die Rotbauchmakis waren nicht nur wach, nein, sie setzten sich auch dahin, wo ich sie fotografieren konnte. Sonst sind sie nämlich in ihrem Häuschen oder sie sitzen draußen, auf dem obersten Brett ihres Außenkäfigs. Dort blendet das Glas so brutal, dass man kaum mehr als einen schwarzen Fleck sieht.

Rotbauchmakis heißen sie, weil Männchen einen roten Bauch haben. Jungtiere und Weibchen haben dagegen einen weißen Bauch. Bei den Männchen ist die weiße Zeichnung um und unter den Augen ausgeprägter als bei den Weibchen.

Wie alle Lemuren leben sie auf Madagaskar. Dort findet man sie im Osten, im Hochland und in mittleren Höhenlagen. Sie leben in Familiengruppen von bis zu zehn Tieren, die von Weibchen angeführt werden. Paare bleiben normalerweise ein Leben lang zusammen – das kommt bei Lemuren sonst nicht so häufig vor. Sie fressen bevorzugt Früchte, sonst Blüten, Blätter, anderes Pflanzenmaterial und Insekten sowie Tausendfüßler, auf die sie spucken, ehe sie sie essen – das neutralisiert möglicherweise das Gift des Tieres.

Rotbauchmaki-Männchen

Rotbauchmaki-Männchen

Jungtiere kommen normalerweise im September oder Oktober zur Welt. Sie wiegen dann nur 60 bis 70 Gramm. Die Mutter trägt die maximal zwei Jungtiere zwei Wochen lang herum und säugt sie. Bis die Kleinen 5 Wochen alt sind, werden sie weiterhin gesäugt, aber beide Eltern kümmern sich um sie. Danach will die Mutter oft nichts mehr mit ihnen zu tun haben und der Vater versorgt die Jungtiere, bis sie etwa drei-einhalb Monate alt sind. Erwachsene Rotbauchmakis haben eine Kopf-Körper-Länge von etwa 40 Zentimetern und wiegen zwei bis drei Kilogramm.

Rotbauchmakis sind nicht ganz so akut bedroht wie andere Lemuren, denn sie kommen in fünf Nationalparks und sieben Schutzgebieten vor. Die Bestände werden auf wenige zehntausend Tiere geschätzt. Die Tiere wurden früher von der einheimischen Bevölkerung zum essen gefangen, außerdem waren sie für Tierversuche sehr beliebt. Heute leiden sie eher unter der Einschränkung ihrer Lebensgebiete.

Rotbauchmaki im Kölner Zoo

Rotbauchmaki im Kölner Zoo

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Auf die Gefahr hin, euch zu Tode zu langweilen – ich hab nochmal Bilder von dem Roten Vari Jungtier gemacht. Mittlerweile informiert uns der Zoo auch über ihn:  Es ist ein Männchen, er wurde am 28. März 2009 geboren, die Mutter ist Tahvia (falls ich die Handschrift richtig deute) und 12 Jahre alt, der Vater ist Octave (?) und 11 Jahre alt. :-)

Mittlerweile ist er auch tagsüber quicklebendig und kann gar nicht aufhören, herumzuturnen. Sein Fell ist schon genauso gefärbt, wie das der großen Varis, mit den rot-plüschigen Teddybär-Ohren, dem weißen Fleck im Nacken und der dunkle Schwanz wird auch immer flauschiger.

Die Bilder sind nicht toll, dazu ist das Licht im Madagaskar-Haus einfach zu schlecht und die Scheiben vor den Gehegen tun ihr Übriges, aber ihr könnt sicher genug erkennen, um zu verstehen, warum ich ihn so gern besuche.

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Ich verspreche Euch, es kommen bald auch wieder Berichte aus dem Kölner Zoo, aber heute habe ich nochmal was ganz besonderes aus der Lemuren-Welt.

Ende April ist nämlich im Zoo von Denver ein kleines Fingertier zur Welt gekommen. Fingertiere gehören auch zu den Lemuren und sind vom Aussterben bedroht. Ich habe hier zwei Videos eingebunden – erst eines aus dem Zoo von San Francisco, wo im letzten Jahr ein Fingertier-Jungtier zur Welt kam, und ich habe für Euch transkribiert und übersetzt, was dort erzählt wird. Weiter unten kommt dann das zweite Video über das Aye-aye (so werden Fingertiere auch genannt) in Denver.

ENGLISCH:

I’m Corinne MacDonald, the temporary animal care supervisor for primates here at the San Francisco Zoo. I’m here to talk to you about our recent birth, our aye-aye.

Aye-ayes are nocturnal prosimians which means basically they are primates that are active at night. So during our daylight hours they sleep, during our night time they are out in the forest, foraging, eating, very active. They go to deadfall, they tap on the deadfall, they try to listen for the reveberations which tells them hopefully that there’s a grub, bird in that wood.
Den Rest des Eintrages lesen »

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Sclaters Maki, weiblich

Sclaters Maki, weiblich

Der Sclaters Maki oder Blauaugenmaki hat noch einen dritten Namen, nämlich Türkisaugenmaki. Wer mein Bild anschaut, weiß warum!

Interessant an diesem Lemur ist, dass das Männchen ganz anders gefärbt ist, als das Weibchen. Er ist pechschwarz und sie hat eine hellbraune Färbung. Beide sehen, wie ich finde, besonders hübsch mit ihren tollen blauen Augen aus.

Die unterschiedliche Färbung bei Männchen und Weibchen nennt man übrigens Geschlechtsdichromatismus; ein Phänomen, das bei den Lemuren oft zu finden ist, nämlich bei allen großen Makis. Zu dieser Gattung gehört auch der Sclaters Maki, ebenso wie Rotbauchmakis (bei denen Kinder und Weibchen einen wunderschönen weißen Bauch haben!),  Mongozmakis oder  Weißkopfmakis.

Der Kölner Zoo hat mit den Zoos von Saarbrücken und Mulhouse sowie der Universität Strasbourg ein Konsortium (AEECL) gegründet, das sich dem Schutz der Sclaters Makis widmet.  Das Forschungszentrum befindet sich im Sahamalaza – Iles Radama Nationalpark in Madagaskar. Neben den Sclaters Makis werden auch andere Lemurenarten geschützt, beobachtet und erforscht.

In diesem Jahr geht es dort speziell um die Beschreibung des Lebensraum der Blauaugenlemuren, die Schätzung ihres Bestandes und die soziale Entwicklung der Jungtiere bzw. das Verhalten der Mütter.

Mehr nachzulesen: http://www.aeecl.org

Die AEECL-Zoos koordinieren die Zuchtprogramme von gefährdeten Arten für die Sclaters Makis, Rotbauchmakis und Kronenmakis.

Wer mehr über Sclaters Makis nachlesen möchte, findet hier Lesestoff und Fotos:

http://de.wikipedia.org/wiki/Blauaugenmaki

(das untere Bild zeigt übrigens unseren Maki-Mann aus Köln)

http://www.zoo-koeln.de/index.php?id=1478

http://www.flickr.com/photos/sexecutioner/sets/72157612057425666/

(da sind auch andere Lemuren dabei)

http://wapedia.mobi/de/Gro%C3%9Fe_Makis

(hier geht es generell um die Gattung der großen Makis)

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