Posts Tagged “Tiefsee”

Nachdem ich an meiner Kamera den Modus „Shoot without flash in low light to reduce blur“ entdeckt hatte, konnte ich bei der Tiefsee-Ausstellung auch recht ordentliche Bilder machen, obwohl wir uns größtenteils im Stockfinsteren bewegten.

Besonders beeindruckt hat uns der Anglerfisch, der überall als das Tiefsee-Grusel-Tier schlechthin angepriesen wird und auch die Plakate für diese Ausstellung ziert. Er ist nur ca. 5 Zentimeter groß! Allerdings ist seine Technik trotzdem gemein: Er hat am Kopf einen länglichen Auswuchs (wie eine kleine Angelrute) und am Ende baumelt ein kleiner beleuchteter Knubbel. Diesen halten die noch kleineren Tiefseefische für Beute, schwimmen darauf zu und landen direkt im weit aufgesperrten Maul des Anglerfisches!

Mich als Spinnen-Phobiker hat natürlich auch die japanische Riesenseespinne verschreckt, die eine Spannweite von 3 Metern hat! Gut, dass ich ihr wohl nie begegnen werden, denn da wäre ein Herzinfarkt vorprogrammiert. ;-)

Hier also die lieblichen Tiere, die sich tief unter der Meeresoberfläche tummeln:

Wie im anderen Artikel schon erwähnt, handelt es sich teilweise um Präparate in diversen Flüssigkeiten, teilweise um Nachbildungen, die oft aus Abgüssen hergestellt wurden.

Kleine Anekdote zum Schluss: Im letzten Bereich befanden sich beleuchtete Gläser mit allerhand nicht näher beschriebenen Exponaten (siehe letztes Bild). Dazu ein Kind: „Die sind in Öl eingelegt, kann man die essen?“

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Schlange vor der Tiefseeausstellung in Frankfurt

Schlange vor der Tiefseeausstellung in Frankfurt

Zusammen mit meinem Freund und seiner Tochter war ich vorgestern in Frankfurt, u. a. um mir die Tiefsee-Ausstellung anzusehen, die dort auf dem Gelände des Senckenbergmuseums noch bis Juni gastiert.

Und weil es dort, weit unten im Ozean, vor Tierchen nur so wimmelt, passt das thematisch ja auch irgendwie in dieses Blog. :-)

Eine halbe Stunde etwa mussten wir Schlange stehen, weil sich immer nur 200 Gäste gleichzeitig in dem provisorischen Bau aufhalten dürfen. Die Räume sind zwar relativ groß, aber die Exponate nicht und daher wäre die Ausstellung mit mehr Personen auch stark überfüllt gewesen. Teil Eins der Ausstellung im oberen Geschoss ist komplett in verdunkelten Räumen aufgebaut. Abwechselnd werden die Lebewesen selbst als Präparate oder Nachbildungen präsentiert, oder Monitore zeigen Filme über die Forschung oder die Tiere. Manchmal sind auch andere Ausstellungsstücke zu sehen, z. B. eine völlig zusammengedrückte Plastikflasche, die zeigt, welche Auswirkungen der Wasserdruck hat. Daneben erklärt blauleuchtender Text die Exponate.

Kinder durften in eine Tauchkugel klettern, wie sie noch vor etwa 50 Jahren benutzt wurde. In einem U-Boot wurden auf Monitore und in den vermeintlichen Fenstern gezeigt, was man bei einer Tiefseefahrt sehen könnte. Eine große Karte der Gegend um Skandinavien herum war mit Zeichnungen von Tieren versehen, die man vor hunderten von Jahren in diesen Meeren vermutete, inspiriert von Walen und anderen Meereslebewesen oder von Tierkadverteilen, die aus der Tiefsee nach oben gespült wurden. Eine Grafik zeigte, in welcher Tiefe uns bekannte Tiere wie Wale leben können und wie weit U-Boote schon heruntertauchen konnten. Sonst wurden fast nur die Lebewesen der Tiefsee selbst präsentiert.

Leider waren ein Großteil der Besucher Kinder, viele davon noch sehr klein. Ich kenne Kinder, die bereits im Alter von etwa 5 Jahren Spaß an dieser Ausstellung gehabt hätten. Allerdings muss man dann als erwachsener Begleiter die vorhandenen Texte überfliegen und kindgerecht wiedergeben. Das machte aber kaum jemand und so rannten viele kleine Kinder in den dunklen Räumen herum und langweilten sich, weil sie nach einem Blick auf einen Fisch oder ein merkwürdiges Tier, zu dem sie gar keinen Bezug haben, nichts mehr zu tun hatten!

Typische Exponate aus der Tiefsee-Ausstellung, in der Mitte eine Wasserliliehttp://zoo.blog-haus.net/wp-content/uploads/2009/04/exponate-tiefsee-350x333.jpg 350w" sizes="(max-width: 650px) 100vw, 650px" />

Typische Exponate aus der Tiefsee-Ausstellung, in der Mitte eine Wasserlilie

Im unteren Geschoss der Ausstellung hingen lebensgroße Wal- und Tiefsee-Kalmar-Nachbildungen an der Decke. Es wurden Filme über die Tiefsee, Umweltverschmutzung, Rohstoffgewinnung aus dem Ozean und andere Themen auf großen Leinwänden und kleinen Monitoren gezeigt. Der Tiefseeshop mit hübschen T-Shirts, leuchtenden Kugelschreibern, mit Fischen verzierten Taschen und anderem netten Firlefanz war die letzte Station vor dem Ausgang.

Fazit: Sehr empfehlenswert, auch für Kinder, allerdings erst ab ca. 8 Jahren. Für jüngere Kinder nur dann, wenn sie schon Erfahrung mit Museen und dergleichen haben – und wenn die Eltern bereit sind, ihnen kindgerecht wiederzugeben, was sie selbst gerade lernen. Für Erwachsene, die sich für Biologie interessieren, ist es auf jeden Fall einen Besuch wert!

Dies ist Teil 1 meines Berichts; Teil 2 ist hauptsächlich eine Bildergalerie und erscheint morgen.

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